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Veröffentlicht am
27.01.2010
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Arbeitsort Container-Bahnhof

Schaltstellen des Gütertransports

Auf Container-Bahnhöfen ist immer was los. Güter müssen entladen, zwischengelagert oder für den Weitertransport per Bahn, Schiff oder Lkw vorbereitet werden. Große Warenumschlagplätze wie Logistikzentren, Güterbahnhöfe oder Binnenhäfen bieten spannende Tätigkeitsfelder.

Zwei Jugendliche verpacken Ware in einer Lagerhalle.
An der Warenverteilung sind z.B. Fachkräfte für Lagerlogistik beteiligt.

Alles, was man in einem Supermarkt kaufen kann, muss zuerst dorthin transportiert werden. Container-Bahnhöfe sind die Orte, an denen die Waren verteilt und weitertransportiert werden. Sie sind oft in der Nähe von Binnenhäfen, Flughäfen und Güterbahnhöfen größerer Städte angesiedelt.

An Warenverteilung und Weitertransport arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Berufen mit, z.B. Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachkräfte für Hafenlogistik, Binnenschiffer/innen, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung oder Eisenbahner/innen im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg.

Zwei Lkws stehen zur Entladung an Toren bereit.
Viele Waren werden per Lkw transportiert.

Prüfen, lagern, weitertransportieren

Wie lange werden größere Güter zwischengelagert und wer kümmert sich um den Weitertransport? Auf diese Fragen können Fachkräfte für Lagerlogistik Auskunft geben. "Wenn Ware abgeladen wird, prüfen wir zuerst, ob die Ware für uns bestimmt ist. Falls ja, dann entladen wir den Lkw und überprüfen die gelieferte Ware auf eventuelle Transportschäden", weiß Marcel.

Der 22-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik im Logistikzentrum der Rhenus AG & Co. KG bei Duisburg. "Danach verbuchen wir die Ware am Computer in unserem Lagerwirtschaftssystem und lagern sie für bestimmte Zeit in einer der Lagerhallen ein." Werden die Güter andernorts benötigt, befördert man sie auf verschiedenen Transportwegen weiter.

Zug um Zug die Übersicht behalten

Für die Lenkung des Zugverkehrs auf Güterbahnhöfen sind in erster Linie Eisenbahner/innen im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg wie Christine zuständig. Christines Arbeitsort ist der Bahnhof in Frankfurt am Main-Hoechst.

"Meine Aufgabe ist die sichere und pünktliche Durchführung von Zug- und Rangierfahrten", sagt Christine. "Ich muss schnell entscheiden, welcher Zug jeweils als erstes abfahren darf oder auf welchem Gleis ich einen Zug einfahren lasse."

Als Angestellte bei der Deutschen Bahn beaufsichtigt sie die Fahrstrecken, stellt die Fahrwege für jeden Zug richtig ein und aktualisiert den Fahrplan, wenn Züge unplanmäßig eintreffen. Ist im Bahnhof kein Gleis mehr frei, leitet sie die Züge manchmal um. Dafür bedient sie von der Betriebszentrale aus per Mausklick kilometerweit entfernte Signalanlagen und weist den Triebfahrzeugführer über Funk an.

In Ihrem Beruf trägt Christine große Verantwortung: "Ich treffe viele Entscheidungen eigenverantwortlich", sagt sie. "Dafür muss man entscheidungsfreudig und stressresistent sein. Logisches Denken und technisches Verständnis sind genauso wichtig, damit man sich nicht falsch entscheidet, wenn es schnell gehen muss."

Branche mit Perspektive

"Die Logistikbranche hat Zukunft", sagt Stefan Freund, der Ausbilder von Marcel. Das bestätigen auch die Zahlen. Im Jahre 2007 arbeiteten im Logistikbereich bundesweit fast eine Viertel Million Menschen (Beschäftigten- und Arbeitslosenstatistik der BA 2007). Dass die Branche hier so viele Arbeitsplätze bietet, verdankt sie vor allem der guten Lage Deutschlands im Zentrum Europas.

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planet-beruf.de >> Stand: 27.01.2010
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