Arbeitsort Produktionshalle
Arbeiten auf 200 Quadratmetern
Wer einen Beruf in der industriellen Produktion ergreift, hat oft in großen Werkhallen zu tun - so auch Hendrik: Der zukünftige Anlagenmechaniker ist in der Produktionshalle der GEA Westfalia Separator Group GmbH umgeben von Walzen, Pressen und Schweißgeräten.

- Große Produktionshallen sind keine Seltenheit bei Berufen in der Industrie.
In regelmäßigem Takt schlägt Hendrik mit dem Hammer auf ein Blech aus Edelstahl. "Zehn Minuten oder länger dauert es manchmal, bis ich ein Blech in Form gebracht habe", sagt der 19-Jährige. "Das geht in die Arme." Weniger anstrengend sind Arbeitsgänge, die Hendrik mithilfe von Walzen, Pressen und Winkelschleifern erledigen kann.
Eine Anlage, viele Einsatzmöglichkeiten
Aus den einzelnen Blechen entstehen so Schritt für Schritt Rohrleitungen für sogenannte Separatoren. In ihnen werden Flüssigkeiten und Feststoffe voneinander getrennt. Die Maschinen kommen etwa in der Fruchtsaftherstellung, in der Abwasserbehandlung oder in der Arzneimittelherstellung zum Einsatz. "Sie werden auch gebraucht, um Blut zu reinigen oder um Impfstoffe zu produzieren", ergänzt der Anlagenmechaniker im dritten Ausbildungsjahr.

- Als Anlagenmechaniker/in arbeitest du mit unterschiedlichen Werkzeugen und Maschinen.
Große Werkhallen für große Maschinen
Die fertigen Separatoren sind bis zu fünf Meter breit und drei Meter hoch. Um sie herzustellen, braucht es ausreichend Platz. Den bietet die Produktionshalle im nordrhein-westfälischen Oelde, in der Hendrik gemeinsam mit 14 Kolleginnen und Kollegen arbeitet. "Insgesamt gibt es im Betrieb zehn Produktionshallen. Die Halle, in der ich zurzeit arbeite, ist ungefähr 200 Quadratmeter groß", beschreibt Hendrik seinen Arbeitsort.
Auf einer Hallenseite ist ein größerer Bereich abgeteilt. Nur dort dürfen die Mitarbeiter/innen sägen, bohren und dabei Späne erzeugen. "Im Rest der Halle sollte man nur saubere Arbeiten erledigen, damit die Anlagen, die wir für die Lebensmittelindustrie fertigen, nicht verunreinigt werden", erklärt der Azubi. Im Rest der Halle wird an großen Werkbänken mit Schweißgeräten und Werkzeugen gearbeitet.
Voller Antrieb in der Ausbildung
Arbeiten bei 30 Grad
Auch Hendrik hat Übung darin, die Stahlbleche zu Bauteilen zusammenzuschweißen. Bei dieser Aufgabe kommt er ins Schwitzen, schließlich trägt er zum Schutz vor Verbrennungen eine dicke Jacke, feste Lederhandschuhe und eine Schutzbrille. "Besonders anstrengend ist das Schweißen im Sommer", sagt er. "Da herrschen in der Halle ohnehin bis zu 30 Grad."
Mit den hohen Temperaturen und dem Maschinenlärm in der Halle kommt Hendrik zurecht. "Das bisschen Schwitzen hält man gut aus", findet er, "und gegen den Lärm gibt es Gehörschutz."














