Ausbildung im Baugewerbe
Hier wird gebaut!
Was haben Maurer, Brunnenbauer und Zimmerer gemeinsam? Sie alle arbeiten im Baugewerbe. planet-beruf.de zeigt dir, welche Berufe du in dieser Branche erlernen kannst, wie die Ausbildung läuft und welche Aufstiegschancen du nach der Ausbildung hast.
Hausbau, so gehts!
Das Baugewerbe gehört zu den großen Wirtschaftszweigen Deutschlands - mit derzeit insgesamt ca. 2,2 Millionen Beschäftigten. Viele von ihnen arbeiten in den typischen Bauberufen im Hochbau, im Tiefbau und im Ausbau. Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche Beschäftigte im kaufmännischen oder im planerischen Bereich, z.B. Bürokaufleute oder Bauzeichner/innen.

- Beim Hausbau arbeiten Handwerker verschiedenster Berufe zusammen.
Hochbau, Tiefbau, Ausbau
Beim Hochbau dreht sich alles um die Planung und Errichtung von Bauwerken, die an und über der Oberfläche liegen. (z.B. Wohnhäuser oder Türme). Wenn dich dieser Bereich interessiert, kannst du eine Ausbildung in folgenden Berufen beginnen:
- Beton- und Stahlbetonbauer/in
- Feuerungs- und Schornsteinbauer/in
- Hochbaufacharbeiter/in
- Maurer/in
Im Tiefbau geht es um die Planung und Errichtung von Bauwerken, die an oder unter der Erdoberfläche bzw. unter Verkehrswegen liegen. Hier kannst du aus folgenden Berufen wählen:
- Baugeräteführer/in
- Brunnenbauer/in
- Gleisbauer/in
- Kanalbauer/in
- Rohrleitungsbauer/in
- Spezialtiefbauer/in
- Straßenbauer/in
- Tiefbaufacharbeiter/in
Der Innenausbau, kurz Ausbau genannt, ist der dritte Bereich: hier geht es um Ausbauarbeiten in den Innenräumen von Gebäuden wie die Herstellung von Fußboden-, Wand-, und Deckenbekleidungen. Wenn dir dieser Bereich eher liegt, dann sind folgende Berufe etwas für dich:
- Ausbaufacharbeiter/in
- Betonstein- und Terrazzohersteller/in
- Estrichleger/in
- Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in
- Stuckateur/in
- Trockenbaumonteur/in
- Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in
- Zimmerer/Zimmerin
Gute Chancen mit Hauptschulabschluss
Im Jahr 2010 begannen insgesamt 11.773 junge Menschen eine Ausbildung in einem Bauberuf. Die meisten von ihnen wählten eine Ausbildung im Bereich Ausbau.
Mit dem Hauptschulabschluss hast du im Baugewerbe gute Chancen: 2009 hatte über die Hälfte aller Jugendlichen, die einen Beruf im Bereich Hoch- oder Tiefbau begonnen haben, den Hauptschulabschluss. In den Berufen im Ausbau lag der Anteil der Hauptschüler/innen sogar noch höher.
Ausbildung Schritt für Schritt
Die Ausbildung in den Bauberufen dauert in der Regel drei Jahre. Die ersten beiden Jahre dienen der beruflichen Grund- und Fachausbildung. Du kannst sie mit der Prüfung als Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter/in abschließen. Damit hast du bereits einen qualifizierten Abschluss und kannst dich auf Arbeitssuche machen.
Du kannst dich aber auch für ein drittes, auf der Grund- und Fachausbildung aufbauendes Ausbildungsjahr entscheiden. Dabei spezialisierst du dich im gewählten Ausbildungsberuf (z.B. Maurer/in, Zimmerer/Zimmerin, Straßenbauer/in). Es wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Die Ausbildung mit Anrechnungsmöglichkeit gilt für 15 der insgesamt 17 Ausbildungsberufe im Baugewerbe.
Viele Wege führen nach oben
Nach Abschluss deiner Ausbildung im Baugewerbe stehen dir verschiedene Wege offen. Du kannst zusätzliche Lehrgänge besuchen und dich zum/zur Vorarbeiter/in, Werkpolier/in oder Geprüften Polier/in qualifizieren. Nach drei Jahren Arbeit als Geselle/Gesellin kannst du Meister/in in deinem Beruf werden. Hast du den Meistertitel, so kannst du später deinen eigenen Betrieb eröffnen oder auch an einer Fachhochschule weiter lernen und den Abschluss zum/zur Diplomingenieur/in machen. Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum/zur Bautechniker/in.
Quellen:















