Ausbildung im Solarkonzern
Energie aus Sonne und Sand
Solarenergie ist im Kommen: Bereits 2007 gab es in Deutschland 430.000 Solaranlagen, die Energie ausschließlich aus Sonnenkraft gewannen. Mit dem umweltfreundlichen Strom können etwa 750.000 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden. Doch wo und wie entsteht Solarkraft? planet-beruf.de hat bei einem der führenden Solarkonzerne, der SolarWorld AG, nachgefragt.

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SolarWorld AGDie Mitarbeiter/innen von SolarWorld stellen Solarzellen her.
Vom Rohstoff bis zur fertigen Solarstromanlage - die SolarWorld AG führt alle Arbeitsschritte im eigenen Unternehmen aus. Etwa 1.800 Mitarbeiter/innen stellen in Deutschland sowie an internationalen Standorten Solarzellen her und installieren weltweit Photovoltaik-Anlagen.
Photovoltaik
Photovoltaik bezeichnet den Vorgang, wenn Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.
Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Wort für Licht "Photos" und der Einheit für elektrische Spannung "Volt" zusammen.
"Kleine Schritte verändern die Welt!"
Umweltschutz steht im Unternehmen an erster Stelle
Wer sich für umweltfreundliche Energien einsetzt, achtet auch im eigenen Haus auf Umwelt- und Klimaschutz. In den Produktionsstätten in Freiberg (Sachsen) verwendet das Unternehmen selbst Solaranlagen. Am US-amerikanischen Standort in Oregon setzt SolarWorld auf Wasserkraft.
Auch die Abfallprodukte, die bei der Herstellung von Solarzellen entstehen, müssen umweltgerecht entsorgt werden: "Wir haben ein Umweltmanagementsystem und achten darauf, möglichst wenige Ressourcen zu verbrauchen und die vielen Umweltauflagen zu erfüllen", erklärt Personalreferent Björn Braune. "Die SolarWorld ist als einziger Hersteller in der Lage, im Produktionsprozess zerbrochene Solarzellen oder ausgediente Module zu recyceln. Auch Abfallprodukte aus Silizium werden bei uns wiederverwertet, was Kosten und viel Energie spart."

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SolarWorld AGSind die Solarzellen intakt? Adrian, der Auszubildende zum Verfahrensmechaniker, hat während der Ausbildung schon im Prüflabor gearbeitet.
Ausbildung bei SolarWorld
"Ich lebe umweltbewusst und komme mit dem Fahrrad zur Arbeit", erzählt Adrian, Auszubildender zum Verfahrensmechaniker. "Der Umweltgedanke war einer der Faktoren, warum ich mich für die Ausbildung bei SolarWorld entschieden habe." Neben Adrian beschäftigt das Unternehmen derzeit 49 Auszubildende in den technischen Berufen Verfahrensmechaniker/in und Mechatroniker/in.
Sie lernen die Prozesskette kennen und helfen bei der Herstellung von Siliziumwafern (Anmerkung planet-beruf.de: dünne Scheiben aus reinstem Silizium), Solarzellen und -modulen. "Ich bin direkt an der Produktion beteiligt, und zwar von der Kristallisation des Rohstoffs Silizium bis zum fertigen Solarmodul", berichtet der 20-Jährige. "Auch in den Forschungs- und Prüflaboren habe ich schon gearbeitet. Das fand ich sehr interessant."
Aus Sand gemacht
Der wichtigste Rohstoff für Solarzellen ist das Halbmetall Silizium. Dieses wird allein aus Quarzsand geschmolzen - und der ist auf der Erde in nahezu unbegrenzter Menge vorhanden.
In der Produktion
Zurzeit ist Adrian direkt in der Solarzellen-Produktion tätig. "Hier stellen wir aus den Solarwafern in mehreren Prozessstufen Solarzellen her", ergänzt der Azubi. Björn Braune fügt hinzu: "Die Auszubildenden erfahren, wie man die Fertigungsanlagen steuert, einrichtet und instand hält." Außerdem bildet der Konzern 14 Azubis zu Industriekaufleuten aus. Sie beschäftigen sich mit den Abläufen im Verwaltungsbereich des Solarunternehmens und sind in den Abteilungen Rechnungswesen, Personal sowie Einkauf und Vertrieb tätig.

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SolarWorld AGWer sich für Naturwissenschaften und Technik interessiert, ist bei SolarWorld an der richtigen Stelle, erklärt Personalreferent Björn Braune.
Sprachkenntnisse von Vorteil
Von Bewerbern erwartet Björn Braune gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern und Interesse für Technik. "Auch Engagement im Umweltschutz oder bei sozialen Organisationen ist gern gesehen", zählt der Personalreferent auf. Gerade Sprachkenntnisse sind bei SolarWorld gefragt.
Das Unternehmen bietet seinen Azubis sogar Fremdsprachenunterricht an. "Wir hatten Kollegen unserer US-amerikanischen Standorte und aus Südkorea zu Besuch", erzählt Adrian. "Dann ist es von Vorteil, wenn man Englisch spricht." Björn Braune nickt und erklärt: "Die Mitarbeiter/innen der Schwesterunternehmen in Deutschland tauschen sich regelmäßig mit den ausländischen Kollegen aus, um voneinander zu lernen."
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Nach der Ausbildung haben Adrian und die übrigen Azubis gute Chancen, übernommen zu werden: "Die SolarWorld in Freiberg konnte bislang jedem Auszubildenden nach seinem erfolgreichen Abschluss einen Arbeitsplatz anbieten", sagt Personalreferent Braune. "Viele unserer ehemaligen Auszubildenden sind mittlerweile Leistungsträger in verschiedenen Bereichen des Unternehmens - sie sind jetzt beispielsweise selbst betriebliche Ausbilder und geben ihre Erfahrungen an die neuen Auszubildenden weiter."















