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Veröffentlicht am
07.07.2010
http://www.planet-beruf.de/Ausbildung-in-der-Me.10731.0.html?&type=98

Ausbildung in der Medizin- und Rehatechnik

Einfühlungsvermögen und technisches Verständnis

Berufstätige in Medizin- und Rehatechnik sind Allrounder: Sie beraten Kunden, stellen Brillen, Hörgeräte oder Zahnprothesen her und erledigen kaufmännische Arbeiten. Um in der Branche erfolgreich sein zu können, sind verschiedene Stärken gefragt.

Porträt von Rene Kracker
Privat
Rene Kracker, Ausbilder und Hörgeräteakustikermeister

Jede/r zweite Ausbildungsanfänger/in im Beruf Hörgeräteakustiker/in besaß 2008 einen mittleren Bildungsabschluss. Dieser Abschluss ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von vielen Ausbildungsbetrieben gefordert. Ausbilder und Hörgeräteakustikermeister Rene Kracker empfiehlt diesen Abschluss. "Jugendliche mit Hauptschulabschluss werden sich in der Ausbildung schwerer tun, weil ihnen zum Teil das Grundwissen in Mathematik und Physik fehlt, um den beruflichen Lernstoff zu begreifen."

Ob Zahntechniker/in, Orthopädieschuhmacher/in oder Augenoptiker/in - auch hier besaß jeweils etwa die Hälfte der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger 2008 einen mittleren Bildungsabschluss. Genauso gelten in schulischen Ausbildungsberufen wie Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in oder Assistent/in für medizinische Gerätetechnik in der Regel die gleichen Voraussetzungen.

Aufgeschlossenheit und Einfühlungsvermögen

Für Ausbilder Holger Urban müssen Schulabschluss und Noten zwar stimmen. Entscheidender ist für den Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister aber, dass Bewerberinnen und Bewerber über soziale Kompetenzen verfügen: "Das Wichtigste in unserem Beruf sind Aufgeschlossenheit und Einfühlungsvermögen gegenüber den Kunden", sagt er. "Die Jugendlichen sollten stets höflich sein und gute Umgangsformen besitzen."

Handwerkliches Geschick

Hörgeräte reparieren, Brillengläser bearbeiten, Zahnersatz modellieren oder Bandagen herstellen - handwerkliches Geschick gehört in medizin- und rehatechnischen Berufen dazu. "Wir führen alle Kleinreparaturen selbst aus", erklärt Ausbilder Holger Urban. "Wir löten beispielsweise Brillengestelle, feilen Brillenbügel zurecht oder befestigen Ersatzbügel am Gestell."

In der Hörgeräteakustik gilt: "Wer im Beruf erfolgreich sein will, sollte Feingeschick und technisches Verständnis mitbringen, um die kleinen Hörgeräte reparieren und warten zu können", sagt Rene Kracker. "Außerdem sind Computerkenntnisse nötig, damit die Auszubildenden Hörgeräte einstellen oder die Datenverwaltung und die Abrechnung erledigen können."

Bei einer Kundin werden die Augen überprüft.
Einfühlungsvermögen gegenüber den Kunden ...
Ein Hörgerät wird gereinigt.
... und handwerkliches Geschick - das sollten Auszubildende mitbringen.

Die Aussichten

Die Ausbilder Rene Kracker und Holger Urban sehen die Zukunftsaussichten für Berufseinsteiger in der Medizin- und Rehatechnik positiv. "Mindestens in den nächsten zehn Jahren haben junge Hörgeräteakustikerinnen und -akustiker gute Chancen auf eine Anstellung", sagt Rene Kracker. "Nach der Ausbildung können sie im Einzelhandel oder in der Industrie arbeiten, ihren Meister machen und unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium anschließen." Für Augenoptikerinnen und -optiker sieht Holger Urban ähnlich gute Perspektiven. "Schon die Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden, sind groß. Denn die Betriebe suchen dringend Nachwuchs."

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planet-beruf.de >> Stand: 07.07.2010
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