Ausbildungsabbruch verhindern
Die Ausbildung abbrechen?
Gut beraten ist halb gewonnen
Ärger im Betrieb, falsche Vorstellungen vom Beruf, gesundheitliche Probleme - es gibt verschiedene Gründe, weshalb Jugendliche eine Ausbildung abbrechen. Viele Unterstützungsangebote helfen, diesen Schritt zu verhindern. Wichtig ist, herauszufinden, wo das Problem liegt.

- Ein Gespräch mit der Berufsberatung hilft bei der beruflichen Neuorientierung.
Wenn die Chemie nicht stimmt
Ihr Kind hat ständig Streit mit Kollegen? Sein Chef sei angeblich ungerecht und zu streng? Außer am Kopierer zu stehen, Kaffee zu kochen und die Werkstatt aufzuräumen lerne man nichts, behauptet Ihr Kind? Hinterfragen Sie diese Aussagen. Ermutigen Sie Ihr Kind, das persönliche Gespräch mit seinen Vorgesetzen zu suchen - eventuell auch mit Hilfe eines Vermittlers. Nehmen Sie in allen Fragen die Beratungs- und Vermittlungsangebote der Agenturen für Arbeit und der Kammern wahr.
Wenn man sich alles anders vorgestellt hat
Obwohl Ihr Kind vor der Ausbildung ein Praktikum gemacht und sich über seinen Beruf informiert hat, ist es jetzt enttäuscht. Mit den gestellten Aufgaben kommt es nicht zurecht, die Arbeit macht keinen Spaß, seine Interessen und Talente kommen nicht zum Zug. Auch in diesem Fall ist zunächst ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder der zuständigen Kammer der erste Schritt. Vielleicht sind es nur Anlaufschwierigkeiten und es lohnt sich für Ihr Kind, durchzuhalten. Wenn es tatsächlich der falsche Beruf ist, helfen die Berater/innen bei der Neuorientierung.
Ausbildungsbegleitende Hilfen
Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die Bundesregierung, die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu vermindern: Jugendliche werden bereits in der Schule mit Informationen und Praktika aufs Berufsleben vorbereitet. Dabei ist die Förderung der Ausbildungsreife ein wichtiger Punkt. Auch während der Ausbildung erhalten die Jugendlichen bei Bedarf Unterstützung. Die kostenlosen ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Agenturen für Arbeit können zum Beispiel bei Lernschwierigkeiten in der Berufsschule in Anspruch genommen werden.
Wenn der Körper nicht mitspielt

- Bei einem Verdacht auf Allergien ist der Rat eines Arztes einzuholen.
Eine Allergie auf bestimmte Arbeitsmaterialien, Rückenschmerzen bei schwerer körperlicher Arbeit oder ein Arbeitsunfall sind häufig die Ursache, weshalb eine Ausbildung abgebrochen werden muss. Bei einem Wechsel des Ausbildungsberufs ist es jedoch oft möglich, dass die bisherige Ausbildungszeit anerkannt wird. Ihr Kind sollte darüber mit den Beraterinnen und Beratern der Agentur für Arbeit sprechen.
Schicken Sie Ihr Kind vorher zu seinem Hausarzt, sobald der Berufswunsch feststeht. Der Hausarzt weiß, welche Arbeiten Ihr Kind aus gesundheitlicher Sicht machen kann und welche nicht.
Kostenloses Unterstützungsangebot
Ein ebenfalls kostenloses Angebot ist die Initiative VerA (Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung durch SES-Ausbildungsbegleiter). Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren des Senior Experten Service (SES) begleiten Auszubildende vor Prüfungen, bei Konflikten und bei persönlichen oder fachlichen Problemen. Weitere Informationen zu der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative sowie ein Kontaktformular finden Sie im Internet.













