Azubis in Uniform
Nicht ohne meine Uniform
Nadine arbeitet bei Gericht, Peter bei der Bundespolizei. Dort tragen die beiden Auszubildenden täglich ihre Uniform - und sind stolz darauf.
Die 24-jährige Nadine hat zunächst eine Ausbildung als Hauswirtschaftshelferin bzw. -assistentin absolviert. Jetzt ist sie in der Ausbildung zur Justizwachtmeisterin im einfachen Dienst am Landgericht Bamberg.
Das ist ungewöhnlich: Die Realschulabgängerin ist die erste Frau, die in dieser Ausbildung am Landgericht Bamberg eingestellt wurde. Doch sie bereut es nicht. Denn die Aufgaben bei Gericht gefallen ihr gut.

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PrivatNadine ist dafür verantwortlich, dass Akten zur Staatsanwaltschaft gebracht werden.

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PrivatNadine sorgt für Sicherheit in Sitzungen - und für Ordnung in den Postfächern.
Einfacher Dienst
Der einfache Dienst wird in manchen Bundesländern auch als "Laufbahngruppe 1, erstes Einstiegsamt", oder als "Erste Qualifikationsebene" bezeichnet.
Immer die Ordnung im Blick
Nadine sorgt z.B. in den Sitzungen für Ruhe, Ordnung und Sicherheit. "Notfalls muss ich einschreiten, wenn jemand ausfällig wird", erläutert Nadine.
"Darüber hinaus gebe ich Besuchern Auskünfte, wo sich bestimmte Räumlichkeiten im Gerichtsgebäude befinden. Ich sorge dafür, dass Akten zur Staatsanwaltschaft oder ins Archiv gebracht werden, und bearbeite den Posteingang und -ausgang."
Zugangsvoraussetzungen
In einigen Bundesländern musst du zu Beginn der Ausbildung als Justizwachtmeister/in 18 Jahre alt sein. Deine Berufsberaterin oder dein Berufsberater weiß mehr darüber.
Uniform gehört dazu
Ihre Uniform bekam Nadine nach den ersten drei Monaten Probezeit gestellt. Seitdem trägt sie diese täglich. "Als Vertreterin des Staates und Zuständige für Sicherheit muss ich für jeden erkennbar sein. Dafür sorgt die Uniform. Die ist übrigens die gleiche wie die der Polizei in Bayern. Am rechten Arm befinden sich das bayerische Wappen und die Schriftzüge 'Freistaat Bayern' und 'Justiz'." Ihre Uniform wäscht Nadine selbst in der Waschmaschine. Außerdem achtet sie darauf, dass ihre Schuhe sauber sind. Für Nadine ist das eine Selbstverständlichkeit: "Schließlich arbeite ich in einem öffentlichen Gebäude, da muss ich ordentlich aussehen."
Ausbildung bei der Bundespolizei
Mit 17 Jahren hat Peter ein Praktikum bei der Polizei in Freiburg absolviert. Von da an war ihm klar, wohin sein beruflicher Weg führen sollte. Mittlerweile ist er in der Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten im mittleren Dienst bei der Bundespolizei. Deren Aufgabe ist es, Grenzen zu schützen und die Sicherheit an Bahnanlagen und Flughäfen zu gewährleisten.

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BundespolizeiTierische Verstärkung - bei der Bundespolizei kommen manchmal auch Hunde zum Einsatz.

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BundespolizeiWer bei der Bundespolizei arbeitet, überprüft z.B. Personen in Zügen und auf dem Bahngelände.
Viel los in Uniform

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PrivatPeter trägt seine Uniform gern.
Wie Nadine liebt auch Peter seinen Beruf: "Man hat viel mit Menschen zu tun und es ist immer eine Menge los. Bei der Bahnpolizei muss ich z.B. Personen überprüfen oder nach Waffen fahnden. Auf Hilferufe von Bahnreisenden muss ich jederzeit reagieren können. Einen Beruf, in dem ich acht Stunden im Büro arbeite, kann ich mir nicht vorstellen."
Natürlich ist auch Peter an seiner Polizeiuniform erkennbar. "Wir tragen verschiedene Uniformen, bei Außeneinsätzen z.B. einen Mehrzweckanzug", erklärt Peter. Seinen Dienstgrad kann man an der Schulterklappe ablesen: Für Auszubildende des mittleren Dienstes ist das ein blauer Strich. Während der Ausbildung bewahrt Peter seine Uniformen in einem Spind in der Dienststelle auf. Als gelernter Polizeivollzugsbeamter darf er sie nach Dienstschluss mit nach Hause nehmen.
Wird die Uniform bei einem Einsatz beschädigt, erhält Peter Ersatz. "Wenn ich aber aus Unachtsamkeit etwas kaputt mache, muss ich für den Schaden selbst aufkommen." Für Peter ist das Ehrensache. Ihm ist wichtig, dass seine Uniform immer tadellos aussieht. "Ich trage diese Uniform wirklich gern und möchte keinen schlechten Eindruck darin machen", betont er.













