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Veröffentlicht am
23.06.2010
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Beratung für Jugendliche mit Migrationshintergrund

"Wir beraten in allen Fragen der Berufswahl"

Eltern und Jugendliche mit Migrationshintergrund finden in Kiymet Akpinar eine Ansprechpartnerin bei der Berufswahl. Sie ist Koordinatorin der Beratungsstelle zur Qualifizierung von Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund (BQN) in Köln.

Drei Erwachsene in einem Beratungsgespräch.
Auch Elternveranstaltungen werden vom BQN organisiert.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hat BQN?

Kiymet Akpinar: BQN ist eine Schaltstelle zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Ausbildungsbetrieben. Unser wichtigstes Ziel ist, die Jugendlichen zu motivieren und dabei zu unterstützen, eine duale Ausbildung aufzunehmen. Gleichzeitig wollen wir Betriebe davon überzeugen, mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund auszubilden.

planet-beruf.de: Mit welchen Maßnahmen unterstützen Sie die Jugendlichen?

Kiymet Akpinar: Wir beraten sie in allen Fragen der Berufswahl. Wir schreiben mit ihnen Bewerbungen oder stellen für sie den Kontakt zu Ausbildungsstellenvermittlern her. Außerdem bieten wir Informationsveranstaltungen, Workshops und Bewerbungstrainings an Kölner Schulen an.

planet-beruf.de: Können sich auch Eltern an BQN wenden?

Kiymet Akpinar: Ja, viele kommen gemeinsam mit ihren Kindern zu uns. Wir organisieren für sie auch Elternveranstaltungen zur Berufsorientierung auf Türkisch, Russisch oder in anderen Fremdsprachen.

Die BQN Köln in Kürze

Die Beratungsstelle zur Qualifizierung von Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund (BQN) ist ein Gemeinschaftsprojekt der IHK und HWK in der Region Köln. BQN will die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund erhöhen. Dazu bietet die Beratungsstelle unter anderem Informationsveranstaltungen und Beratungsdienstleistungen für Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund an.

planet-beruf.de: Welche Ratschläge geben Sie den Eltern?

Kiymet Akpinar: Uns ist wichtig, dass sie die Ausbildung als wichtige berufliche Grundlage für ihre Kinder erkennen. Sie sollten sich informieren, was ihr Kind tun muss, damit es einen passenden Ausbildungsplatz findet. Die Eltern sollten auch aufpassen, dass ihr Kind die einzelnen Schritte ausführt und alle Termine einhält. Besonders wichtig sind die Bewerbungszeiten im August und September.

planet-beruf.de: Was sollten Eltern bei der Berufswahl ihres Kindes noch beachten?

Kiymet Akpinar: Sie sollten ihm keine Ausbildungswege vorgeben und mit den Berufswünschen für das Kind nicht zu hoch greifen. Das Kind muss sich selbst für einen Beruf entscheiden, der zu seinen Stärken passt und der ihm Freude macht. Welche Berufe am besten passen, können Schülerinnen und Schüler bei Praktika herausfinden. Die Eltern sollten ihr Kind dazu anregen, freiwillige Praktika in den Ferien zu machen. Praktikumsbestätigungen kommen bei Betrieben immer gut an.

Aber auch wenn das Kind mehrere Absagen auf seine Bewerbung erhält, ist das nicht schlimm. Dann sollten die Eltern ihm Mut machen und es auffordern, sich weiter zu bewerben. Denn normalerweise schreiben Jugendliche auch einmal 40 bis 50 Bewerbungen, bis es mit dem Ausbildungsplatz klappt.

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planet-beruf.de >> Stand: 23.06.2010
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