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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Bistro als Schülerfirma

"Unsere eigene Firma"

Jeden Schultag während der großen Mittagspause von 13:05 bis 14:00 Uhr hat das Bistro Paula an der Paul-Gerhardt-Schule im bayerischen Kahl geöffnet. Geführt wird das Bistro von 20 Schülerinnen und Schülern.

Ein Frühstücksteller mit einem Käsebrötchen und Weintrauben. Dahinter: Ein Glas Orangensaft und ein Becher Joghurt.
Stella und ihre Mitschüler/innen sorgen für eine gesunde Zwischenmahlzeit an ihrer Schule.

Auch die 15-jährige Stella engagiert sich in der Schülerfirma. Sie besucht die 9. Klasse und hilft im Rahmen ihres Wahlpflichtfachs "betriebswirtschaftliche Übungen" (BWÜ) im Bistro Paula mit. "Es macht Spaß, in unserer eigenen Firma Getränke und Snacks an Schüler, Eltern oder Lehrer zu verkaufen", erzählt Stella, die jeden Montag im Bistro mitarbeitet. "Kurz bevor wir öffnen, bauen wir die Kasse auf und legen die Zutaten zurecht, aus denen wir für unsere Kunden  belegte Brötchen und Sandwiches zubereiten."

Aufgabenteilung im Bistro

Während der Öffnungszeiten sind die Aufgaben im Bistro klar verteilt: "Eine Person ist an der Kasse, zwei arbeiten in der Küche. Die vierte Person leitet die Bestellungen an die Küchenmitarbeiter weiter und holt das fertige Essen aus der Küche", erklärt Stella. Bevor die Schülerinnen und Schüler nach dem Bistrodienst nach Hause oder zum Nachmittagsunterricht gehen, räumen sie auf, putzen Küche und Gastraum und kontrollieren den Bestand an Lebensmitteln. Reichen die Vorräte nicht mehr aus, geben die Jugendlichen ihren drei Betreuungslehrkräften Bescheid, denn diese erledigen den Einkauf.

Porträt von Stella
Privat
Stella arbeitet jeden Montag im Bistro Paula.
Ein junger Mann und eine junge Frau zählen die Einnahmen in einer Kasse.
Stimmt das Geld in der Kasse? In einer Schülerfirma kannst du dein Wissen über Geldgeschäfte erweitern.

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Einnahmen und Ausgaben überwachen

Im wöchentlichen BWÜ-Unterricht plant Stella gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen und -kameraden die nächsten Verkaufstage. Im Unterricht überlegen die Schüler/innen auch, ob neue Produkte verkauft oder bestehende Angebote aus der Speisekarte gestrichen werden sollen. "Außerdem legen wir  gemeinsam die Preise für unsere Ware fest, erledigen die Abrechnung und rechnen unsere Einnahmen aus", fügt Stella hinzu.

Die Schülerfirma macht sogar Gewinn: In den letzten Schuljahren haben Stella und ihre Mitschüler/innen jeweils 500 bis 600 Euro erwirtschaftet. Das Geld investieren sie in ihren kleinen Betrieb: "Wir haben Sofas und neue Küchengeräte gekauft und unsere Kaffeemaschine  reparieren lassen", sagt Stella.

Ein Plus für die Bewerbung

Eine junge Frau sitzt an einem Tisch und notiert sich die Einnahmen an ihrer Kasse anhand der Kassenrolle.
In der Buchhaltung werden die Einnahmen und Ausgaben miteinander verglichen.

Die Arbeit im Café und vor allem die kaufmännischen Tätigkeiten gefallen Stella gut. Auch ihre Stärken konnte sie ausbauen: "Durch die Mitarbeit habe ich vor allem meine Teamfähigkeit verbessert, weil wir hier eng zusammenarbeiten und uns gut absprechen müssen", findet die Schülerin. Nach ihrem mittleren Bildungsabschluss will sie eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich absolvieren.

Sobald sie einen passenden Beruf für sich gefunden hat, wird sich Stella bewerben. "In der Bewerbung gebe ich meine Erfahrungen in der Schülerfirma an", sagt sie. "Dadurch zeige ich, dass ich einsatzbereit bin und schon kaufmännische Aufgaben ausgeführt habe. Das kommt bei den Ausbildungsbetrieben bestimmt gut an."

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Stand: 14.09.2011
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"Unsere eigene Firma"

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