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Veröffentlicht am
02.09.2009
http://www.planet-beruf.de/Chancen-fuer-praktis.8583.20.html?&type=63

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Chancen für praktisch Begabte: Zweijährige Ausbildungen

Den Abschluss im Blick

Nach zwei Jahren schon einen Berufsabschluss in der Tasche? Das geht - z.B. bei 40 Ausbildungsberufen mit zweijähriger Ausbildungsdauer. Bei drei Azubis hat planet-beruf.de mal nachgefragt, wie zufrieden sie mit ihrer kürzeren Ausbildung sind.

Porträt von Ann-Kathrin.
Privat
Ann-Kathrin macht eine Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführerin.

Da Ann-Kathrin (21) ihren mittleren Schulabschluss nur über Umwege erreicht hat, ist sie jetzt sehr froh, einen Ausbildungsplatz als Maschinen- und Anlagenführerin zu haben: "Am interessantesten ist die Arbeit an und mit den Maschinen".
In der Lehrwerkstatt der SGL Carbon GmbH in Bonn hat sie im ersten Ausbildungsjahr schon einiges zur Metallbearbeitung gelernt und viele Einzelteile z.B. für das Projekt "Lautsprecher" hergestellt und zusammengebaut.

Im nächsten Ausbildungsjahr wird sie einer Produktionsabteilung zugeordnet und bis zu ihrer Abschlussprüfung mehr über die Funktionsweise, Wartung und Instandhaltung der Maschinen lernen.

Wie ist es für sie, nur zwei Jahre Berufsausbildung zu haben? "Bis jetzt fehlt mir nichts in der Ausbildung, ich besuche ja z.B. auch die gleiche Berufsschulklasse und den gleichen Grundlehrgang wie die Industriemechaniker/innen, die die dreijährige Ausbildung absolvieren. Es ist aber schon vorteilhaft, bereits nach zwei Jahren fertig zu sein."

Hans-Josef Moor, Ausbildungsleiter bei der SGL Carbon GmbH:

"Für uns ist es wichtig, auch Jugendlichen eine Perspektive zu geben, die es bisher nicht so einfach hatten und vielleicht nur mit Problemen einen Schulabschluss erreicht haben. Wir bieten die zweijährige Ausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer/in an, um ihnen einen Einstieg zu ermöglichen."

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Porträt von Maria.
Privat
Maria gefällt bei ihrer Ausbildung vor allem der Umgang mit Gästen.

Umgang mit Gästen

Weitermachen werden wahrscheinlich auch Maria und Marco.

Maria (18) hat eine Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe im Neustädter Hotel Panorama angefangen. Zuvor hat sie bereits viele Erfahrungen als Aushilfe im Ausschank und als Bedienung auf Festen in der Umgebung gewonnnen. "Ich liebe den Umgang mit den Gästen. Ich finde es toll, wenn ich sie z.B. zu verschiedenen Teesorten am Frühstücksbüffet beraten kann."

Wenn sie den Abschluss als Fachkraft im Gastgewerbe geschafft hat, will sie vielleicht in ein anderes Hotel wechseln, um noch den Abschluss als Hotelfachfrau zu bekommen.

Marco bei der Arbeit.
Privat
Marco macht eine Ausbildung als Isolierfacharbeiter.

Lernen in der Berufsschule

Auch Marco, im zweiten Ausbildungsjahr als Isolierfacharbeiter bei der KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, ist froh über die praktische Arbeit, wenn es darum geht, in Kraftwerken oder Raffinerien für die richtige Isolierung zu sorgen.

"In der Berufsschule muss man sich schon anstrengen und lernen. Wenn man in der zweijährigen Ausbildung gut ist und auch die praktischen Leistungen im Unternehmen stimmen, kann man ins dritte Ausbildungsjahr kommen und den Abschluss zum/zur Industrie-Isolierer/in machen. Es ist aber auch möglich, nach zwei Jahren aufzuhören", meint er.

Dann hat man trotzdem einen Facharbeiterbrief und gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu bekommen.

Zweijährige Ausbildungsberufe

Das sind deine Perspektiven: In den meisten zweijährigen Berufen gibt es die Möglichkeit, noch ein drittes Jahr anzuhängen, um einen weiteren Berufsabschluss zu bekommen:

Übersicht der zweijährigen Berufe

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planet-beruf.de >> Stand: 02.09.2009
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