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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Engagierte Eltern

Der Schule und den Kindern Gutes tun

Für Berufsorientierung an der Schule zu sorgen, ist nicht nur Aufgabe der Lehrkräfte. Auch Mitglieder im Elternbeirat können mit ihren Ideen und Projekten den Anstoß dafür geben, dass Jugendliche noch besser auf das Berufsleben vorbereitet werden.

An der Realschule Prien am Chiemsee findet jährlich ein Informationsabend für die Eltern der Achtklässler statt. Er soll sie dazu anspornen, ihre Töchter und Söhne bei der Berufswahl noch besser zu unterstützen. Die Idee dazu stammt vom Elternbeirat der Schule. Bereits im dritten Jahr organisieren die Elternbeiratsmitglieder die Veranstaltung selbstständig.

Elternabende, Projekttage und Messebesuche

"Wir bieten den Informationsabend an, um die Eltern wachzurütteln", sagt Elternbeiratsmitglied Barbara Dauer-Lang. "Sie müssen erfahren, wie wichtig es ist, dass sich die Kinder frühzeitig mit ihren Stärken und Schwächen beschäftigen, sich über Berufe informieren und bewerben." Um dies zu bekräftigen, lud der Elternbeirat dieses Jahr Vertreter der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer zur Veranstaltung ein. Eine Schulsozialpädagogin informierte über Betriebspraktika.

Porträt von Barbara Dauer-Lang
Privat
Elternbeiratsmitglied Barbara Dauer-Lang

Zur beruflichen Orientierung der Realschülerinnen und -schüler in Prien veranstaltet der Elternbeirat jährlich gemeinsam mit Schulleitung und Lehrkräften auch einen Projekttag. In Workshops können sich die Jugendlichen dabei über verschiedene Berufsfelder informieren. Sie gehen ihren persönlichen Stärken nach oder bereiten sich auf die Bewerbungsphase vor. "Wir Eltern organisieren die Referenten. Sie stammen zum Großteil aus der Wirtschaft", so Barbara Dauer-Lang, "die Schule regelt den internen Ablauf."

Mehrmals im Jahr fahren die Elternbeiratsmitglieder gemeinsam mit interessierten Schülerinnen und Schülern zu Ausbildungs- und Berufsmessen. "Die Jugendlichen haben dort Gelegenheit, sich über Berufe zu informieren, Adressen von Ausbildungsbetrieben zu sammeln oder sich für Praktikumsplätze zu bewerben", sagt Barbara Dauer-Lang. "Sie sollen auch lernen, sich vor einer Firma zu präsentieren. Das üben wir auf der Messe miteinander."

Engagierte Eltern sind gefragt

Solange ihr Sohn die Realschule Prien besucht, ist auch Barbara Dauer-Lang schon in der Elternarbeit aktiv: "Als er in die 5. Klasse ging, war ich Klassenelternsprecherin. Damals sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich ändern wollte; nicht nur an der Schule, sondern am Schulsystem an sich", erklärt die engagierte Mutter. Seitdem setzt sie sich im Elternbeirat für die Belange der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern ein.

Inzwischen ist ihr Sohn 17 Jahre alt und verlässt im Sommer 2011 die Realschule mit dem mittleren Bildungsabschluss. Auch danach wird sich Barbara Dauer-Lang mit dem Schulwesen befassen: Im November wurde sie für zwei Jahre in das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden im Landeselternverband der bayerischen Realschulen im Bezirk Oberbayern Ost gewählt. "Ich wünsche mir, dass sich Eltern mehr im schulischen Bereich einsetzen, wenn es ihnen zeitlich möglich ist", sagt Barbara Dauer-Lang, die als Selbstständige tätig ist. "Als Elternbeiräte können sie sich in Projekten engagieren, die der Schule und damit auch ihren Kindern gut tun."

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Stand: 23.03.2011
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