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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Erfahrungsbericht: Neue Ausbildungsberufe

"Das ist ein cooles Gefühl und eine große Ehre!"

Es gibt sie erst seit einem Jahr: die anerkannten Ausbildungsberufe Industrieelektriker/in und Werkfeuerwehrmann/-frau. planet-beruf.de hat Auszubildende und Ausbilder gefragt, wie es für sie ist, einen neuen Beruf zu lernen oder auszubilden.

Marco und sein Ausbilder knien vor einem Laufband.
h/p/cosmos
Marco und sein Ausbilder Jens Günther:
Ausbilder Jens Günther erklärt Marco die Programmierung des Laufbands.
h/p/cosmos
Beide betreten berufliches Neuland.

Marco hat sein erstes Ausbildungsjahr als Industrieelektriker der Fachrichtung Geräte und Systeme fast hinter sich. Bei h/p/cosmos sports & medical lernt er, wie man Laufbänder und andere Geräte montiert und installiert.

"Es ist ein cooles Gefühl, einer der ersten Industrieelektriker zu sein. In einem Jahr habe ich es geschafft, denn die Ausbildung dauert nur zwei Jahre. Bisher haben Ausbildungen in der Industrieelektrik dreieinhalb Jahre gedauert. Die kürzere Ausbildungszeit ist ein Vorteil, weil man schneller ins Berufsleben einsteigen kann."

Auch für Marcos Ausbilder Jens Günther ist der Beruf neu:

"Marco ist einer unserer ersten Auszubildenden zum Industrieelektriker und einer der ersten 23 in ganz Deutschland. Für mich ist die Ausbildung genauso spannend wie für ihn, weil ich mich erst in die Vorgaben für den Beruf einarbeiten muss.

Der Beruf wurde aufgrund des Fachkräftemangels in der Industrie neu eingeführt. Die Ausbildung ist weniger umfangreich als z.B. im Beruf Elektroniker/in für Geräte und Systeme und darum für Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder qualifizierendem Hauptschulabschluss geeignet. Allerdings erwarten wir von Bewerberinnen und Bewerbern gute mathematische, technische und physikalische Grundkenntnisse."

Domenic und der Leiter der Werkfeuerwehr Raimund Bücher.
Henkel AG & Co. KGaA
Domenic und der Leiter der Werkfeuerwehr Raimund Bücher.
Vier Feuerwehrleute während der Brandbekämpfung.
In diesem Beruf ist Teamgeist gefragt.

Domenic wird Werkfeuerwehrmann bei der Henkel AG & Co. KGaA. Der neue Ausbildungsberuf bringt ihm Vorteile:

"Für mich ist es eine große Ehre, dass ich einer der ersten Auszubildenden in dem Beruf bin. Außerdem habe ich dadurch einen Zeitvorteil. Denn nach der alten Regelung hätte ich erst eine handwerkliche Ausbildung abschließen und mich dann bei der Feuerwehr zum Berufsfeuerwehrmann ausbilden lassen müssen.

Die neue Ausbildung konnte ich direkt nach meinem Schulabschluss beginnen. Sie dauert nur drei Jahre. Dabei lerne ich beispielsweise, wie man Brände löscht, Erste Hilfe leistet oder Reparaturen an Feuerwehrfahrzeugen durchführt. Anders als bei der Berufsfeuerwehr sind wir bei der Werkfeuerwehr für Industrieunternehmen zuständig und leisten dort Hilfe - unterstützen aber im Notfall auch die Berufsfeuerwehr."

Raimund Bücher ist Leiter der Werkfeuerwehr bei der Henkel AG & Co. KGaA und Vorsitzender des Werkfeuerwehrverbandes Deutschland. Der neue Beruf war notwendig, findet er:

"Die Werkfeuerwehren haben einen großen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Weil es bisher so lange gedauert hat, bis man Nachwuchskräfte für den eigenen Betrieb ausgebildet hat, wurde in den letzten Jahren ein neuer anerkannter Ausbildungsberuf entwickelt. Wer Werkfeuerwehrmann wird, hat anschließend sehr gute Berufsaussichten!

Der Beruf ist besonders für junge Menschen geeignet, die sich für Technik interessieren, gerne im Team arbeiten und Menschen helfen wollen. Sehr wichtig ist auch körperliche Fitness."

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Stand: 14.07.2010
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