Freiwilliges Ökologisches Jahr
"Im FÖJ übe ich für das Berufsleben"
Jonas will Forstwirt werden. Weil er dafür keinen Ausbildungsplatz bekommen hat, macht er ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Im Forstrevier Grünheide in Sachsen sammelt der Düsseldorfer nun Erfahrungen für seine spätere Ausbildung.
"Ich habe kurzfristig eine FÖJ-Stelle bekommen", sagt Jonas. Der 17-Jährige hatte keinen Ausbildungsplatz als Forstwirt gefunden. Als er von seiner Klassenlehrerin hörte, dass es das Freiwillige Jahr auch im ökologischen Bereich gibt, bewarb er sich sofort bei zwei Trägerorganisationen. Von beiden wurde er zu Gesprächen eingeladen. Schon beim ersten Mal ging alles glatt. Er erhielt seine Wunschstelle als Helfer in einem Forstrevier.

- Im Wald gibt es viele unterschiedliche Aufgaben.

- Unter der Aufsicht des Revierförsters arbeitet Jonas als Helfer im Forstrevier.
Info
Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr können Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren machen. Infos zu Einsatzstellen und Trägerorganisationen bietet das Portal www.foej.de
Mehr Infos zu freiwilligen Jahren findest du auf www.planet-beruf.de
Berufsleben auf Probe
Diese Stelle nutzt Jonas jetzt als Vorbereitungsjahr. Er sammelt praktische Erfahrungen im Beruf des Forstwirts und knüpft dabei Kontakte, die ihn weiterbringen: Sein vorgesetzter Revierförster gibt ihm wertvolle Tipps, wo und wie er sich bewerben kann. "Er stellt mir ein Zeugnis darüber aus, wie ich arbeite. Dieses der Bewerbung beizulegen, wirkt sich positiv aus", weiß Jonas.
Zudem lernt er das Berufsleben kennen. "Es ist toll zu sehen, wie das Berufsleben abläuft, wie es ist, wenn man sich die Arbeitszeit selbst einteilen kann und nicht mehr zuhause wohnt", erzählt der 17-Jährige, der extra für das FÖJ von Nordrhein-Westfalen nach Sachsen gezogen ist.
"Kleine Schritte verändern die Welt!"

- Jonas füttert die Waldtiere, damit sie durch den Winter kommen.
Kontaktfreudigkeit und Interesse für Natur
Jonas Arbeitsort im FÖJ ist der Wald. Dort unterstützt er die ausgebildeten Forstwirte. Im Herbst hat er mit ihnen zusammen dafür gesorgt, dass die jungen Tannen den Winter überleben. Zum Jahresende baute er Vogelhäuser und fütterte das Wild, damit die Tiere bei Eis und Schnee genug Nahrung hatten. Im Frühjahr pflanzte Jonas neue Bäume. Auch bei der Jagd war er dabei.
Er weiß, dass Freude an der Natur, Eigeninitiative und die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit im FÖJ nützlich sind. Aber das allein reicht nicht aus. "Kontaktfreudigkeit ist auch wichtig, weil man im FÖJ Seminare besuchen muss", sagt er. "Man sollte außerdem gut mit Geld umgehen können", meint er. Denn die Entlohnung im FÖJ beträgt 380 Euro. Damit auskommen zu müssen, wertet Jonas als nützliche Erfahrung.













