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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Ganzheitliches Integrationscoaching

"Zum Glück bin ich bei GINCO"

Mit dem Integrationscoach zum Ausbildungsplatz

Hakan hat lange keinen Ausbildungsplatz gefunden. Gut, dass es für ihn und andere Jugendliche Integrationscoachs wie Safari Trutzel gibt. Fast wie eine persönliche Trainerin im Sport motiviert und berät sie Hakan auf dem Weg in die Berufsausbildung.

Hakan sitzt an einem Schreibtisch.
Privat
Dank GINCO schreibt Hakan inzwischen überzeugende Bewerbungen.

"In der Hauptschule habe ich viele Bewerbungen geschrieben", sagt Hakan. "Aber kein Betrieb hat mich genommen, weil meine Bewerbungen nicht gut waren." Inzwischen hat Hakan mehr Erfolg: Seine Bewerbungen sind so überzeugend, dass er zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen wurde. Jetzt wartet der 17-Jährige auf Rückmeldungen der Betriebe.

Gemeinsam für Bewerbung und Vorstellungsgespräch üben

Auf diese Rückmeldungen ist auch Safari Trutzel gespannt. Sie ist Integrationscoach und betreut Hakan und 17 weitere Jugendliche. "Ich helfe ihnen, Ausbildungsplätze zu finden", erklärt Safari Trutzel. "Dazu übe ich mit ihnen etwa, wie man sich im Vorstellungsgespräch verhält oder wie man Anschreiben und Lebensläufe verfasst."

Gemeinsam mit drei anderen Integrationscoachs arbeitet Safari Trutzel an der Berufsbildenden Schule Technik 2 in Ludwigshafen. Dort unterstützt sie vor allem Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund wie Hakan. Weil er nach dem Schulabschluss keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, absolviert er seit Herbst 2009 die einjährige Berufsfachschule im Schwerpunkt Technik.

Safari Trutzel sitzt in einem Büro.
Privat
Als Integrationscoach betreut Safari Trutzel v.a. Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Safari Trutzel und Hakan stehen vor einem Gebäude.
Privat
Safari Trutzel berät Hakan auf dem Weg in die Berufsausbildung.

"GINCO hat mir genützt"

Zu Beginn des Schuljahrs stellten die Lehrerinnen und Lehrer in seiner Klasse das Projekt "Ganzheitliches Integrationscoaching", kurz GINCO, vor. "Sie sagten, das Programm würde uns helfen, eine Ausbildung zu finden", erinnert sich Hakan. "Zum Glück bin ich angenommen worden, denn das Projekt hat mir viel genützt."

Bis das Berufsschuljahr endet, will Hakan einen Ausbildungsplatz gefunden haben: "Mein Berufswunsch ist Industriemechaniker oder Metallbauer", sagt er. Darum verschickt er fast täglich Bewerbungen. Safari Trutzel gibt Hakan Tipps und kontrolliert seine Unterlagen. Die Arbeit nimmt sie ihm aber nicht ab: "Wer nicht mitmacht, fällt aus dem Projekt heraus", sagt sie.

Die Coachs sind auch nach dem Ausbildungsstart für die Jugendlichen da. "Wir betreuen sie dann noch sechs Monate lang und erkundigen uns regelmäßig bei den Betrieben, wie es läuft", sagt Safari Trutzel.

Ganzheitliches Integrationscoaching (GINCO)

Das Modellprojekt GINCO ist Teil der gemeinsamen Initiative von Bundeskanzleramt und Bundesagentur für Arbeit zur verbesserten Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Es soll jungen Menschen den Übergang in eine Berufsausbildung erleichtern. Integrationscoachs beraten sie bei Schulproblemen, helfen bei der Berufswahl und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Bei einer erfolgreichen Integration werden die Jugendlichen zur Stabilisierung bis zu sechs Monate lang weiter betreut.

Über die Teilnahme entscheidet die Agentur für Arbeit. Voraussetzung ist, dass die Jugendlichen eine berufsbildende Schule besuchen, aber noch keine Ausbildung absolvieren. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Migrationshintergrund.

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Stand: 23.06.2010
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