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Veröffentlicht am
14.07.2010
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Titelbild BERUFE-Universum - Version 4.0 & Tipps für die Praxis. Interner Link zur Heftübersicht

Den Stärken auf der Spur

Das Themenheft "BERUFE-Universum - Version 4.0 & Tipps für die Praxis" führt in den Aufbau und die Ziele der neuen Version des Selbsterkundungsprogramms ein.

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Geänderte Ausbildungsberufe 2010

Modernisiert: Geomatiker/in, Segelmacher/in & Co.

Technische und wirtschaftliche Entwicklungen erfordern es, dass bestehende Ausbildungsordnungen modernisiert, Berufe umbenannt oder neue Berufe entwickelt werden. Zum 1. August 2010 werden die Ausbildungsordnungen von elf Berufen geändert.

Lehrer sitzt an seinem Laptop und recherchiert im BERUFENET.
Informieren Sie sich im BERUFENET über die geänderten Ausbildungsberufe.

Jahr für Jahr werden Ausbildungsberufe an die veränderte Berufspraxis angepasst.

Arbeitgeber, Gewerkschaften, Bund und Länder stimmen sich ab, welche Ausbildungen in welcher Form modernisiert bzw. welche neuen Berufe entwickelt werden und wie diese Änderungen in den Rahmenlehrplänen der Länder umgesetzt werden können.

Geodaten erfassen

Mit dem/der Geomatiker/in und dem/der Vermessungstechniker/in wird es zwei modernisierte Ausbildungsordnungen im Bereich Geoinformationstechnologie geben:

Der/die Geomatiker/in wird den Beruf Kartograf/in ablösen bzw. die Inhalte dieses Berufs werden in den modernisierten Beruf integriert. Hauptaufgabe von Geomatikern und Geomatikerinnen ist es, Geodaten zu erfassen, auszuwerten und anschaulich darzustellen. Den Berufsschulunterricht im ersten Ausbildungsjahr werden die Auszubildenden gemeinsam mit den Auszubildenden im Beruf Vermessungstechniker/in besuchen.

Die Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker/in wird zukünftig in den Fachrichtungen "Vermessung" und "Bergvermessung" angeboten und um Inhalte der Geoinformationstechnologie erweitert. Der bisherige Beruf Bergvermessungstechniker/in wird mit dieser Modernisierung aufgehoben.

Infos über neue und modernisierte Ausbildungsberufe

Über den Stand des jeweiligen Neuordnungsverfahrens informiert Sie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf seiner Homepage unter www.bibb.de » Berufe » Neue und modernisierte Berufe.

Auch im BERUFENET werden Sie unter dem Punkt "Neue und neu geordnete Ausbildungsberufe" auf dem Laufenden gehalten.

Rund ums Tier

Pferdewirte/-wirtinnen werden ab August 2010 nicht mehr nach verschiedenen Schwerpunkten, sondern in den fünf Fachrichtungen "Klassische Reitausbildung", "Pferdehaltung und Service", "Pferderennen", "Pferdezucht" und "Spezialreitwesen" ausgebildet. Die Berufsschule besuchen die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr gemeinsam mit den Auszubildenden im Beruf Tierwirt/in.

Auch die Ausbildungsordnung im Beruf Revierjäger/in wird erneuert. Für die Berufsschule wird erstmals ein eigener Rahmenlehrplan zugrunde gelegt. Außerdem wird neben dem Jagd- und Reviermanagement oder der Wild- und Naturpädagogik dem Tier- und Artenschutz eine größere Bedeutung eingeräumt.

Böttcher beim Zuschneiden von Holz
Auch beim Ausbildungsberuf zum/zur Böttcher/in ...
Ein Papiertechnologe überwacht am Computer die Maschinen zur Papierherstellung.
... und zum/zur Papiertechnologe/-technologin gibt es Änderungen.

Zelte, Markisen & Segel

Berufe, die sich mit der Herstellung von Planen, Zelten und Markisen beschäftigen, sind der/die Segelmacher/in und der/die Technische Konfektionär/in. Trotz der Überschneidungen der beiden Berufe wurde im Rahmen des Abstimmungsverfahrens beschlossen, zwei getrennte Ausbildungsordnungen und schulische Rahmenlehrpläne zu erlassen:

Segelmacher/innen lernen in ihrer Ausbildung sowohl Segel für verschiedene Bootstypen als auch Bezüge, Planen, Zelte und Markisen herzustellen und zu montieren. Die Gesellenprüfung wird gestreckt, also in zwei zeitlich auseinanderliegenden Teilen absolviert.

Technische Konfektionäre/Konfektionärinnen hingegen stellen zwar Markisen, Zelte, Planen und diverse Überdachungen her, montieren diese aber nicht.

Weitere Änderungen

  • Auszubildende im Beruf Böttcher/in sollen wieder verstärkt die Herstellung und Reparatur von Bottichen und Fässern aus Holz erlernen. Außerdem wird der schulische Teil der Ausbildung in Österreich stattfinden.
  • Die Ausbildungsdauer im Beruf Büchsenmacher/in wird von dreieinhalb auf drei Jahre verkürzt. Die Gesellenprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen wird eingeführt. Ausbildungsinhalt ist dann etwa auch die Fertigung und Bearbeitung von Bauteilen auf rechnergesteuerten Maschinen.
  • Beim Beruf Feinwerkmechaniker/in werden in der Ausbildungsordnung die Schwerpunkte "Feinmechanik", "Maschinenbau" und "Werkzeugbau" um den Schwerpunkt "Zerspanungstechnik" erweitert.
  • Aus dem/der Molkereifachmann/-fachfrau wird der/die Milchtechnologe/-technologin. Damit wird dem technologischen Wandel in milchverarbeitenden Betrieben Rechnung getragen.
  • Im Ausbildungsberuf Papiertechnologe/-technologin werden statt der bisherigen Fachrichtungen in Zukunft zwölf Wahlqualifikationseinheiten angeboten, aus denen die Auszubildenden zwei wählen müssen. Auch hier wird die Gesellenprüfung in zwei auseinanderfallenden Teilen absolviert.

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