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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Gesellenstück aus Holz

Holz gut in Form bringen

Simon hat soeben seine Ausbildung zum Tischler abgeschlossen. Sein Gesellenstück - ein Barschrank - war nicht nur Teil der Gesellenprüfung, sondern hat sogar einen Preis gewonnen.

Simon stützt sich auf sein Gesellenstück.
Privat
Simon baute einen Barschrank als Gesellenstück.

"Ich hatte schon als Schüler eine kleine Werkstatt daheim und habe dort am liebsten Holz bearbeitet", erinnert sich Simon. Seine Leidenschaft hat er mittlerweile zum Beruf gemacht. Während seiner Ausbildung lernte Simon alles über Holz und wie man es verarbeitet. Dazu eignete er sich auch Kenntnisse über den Umgang mit den Maschinen an, mit denen man Holz bearbeitet, z.B. Kreissäge, Hobelmaschine, Fräse oder CNC-Maschine.

So hat er seine Gesellenprüfung als Innungsbester - also als Bester innerhalb seines Handwerks in seinem Landkreis - bestanden. Er hat auch den Wettbewerb "Die Gute Form" auf Innungsebene gewonnen. Bei diesem Wettbewerb werden jährlich die Gesellenstücke von Tischlern und Tischlerinnen bewertet.

Form und Funktion

Als Simon sein Gesellenstück anfertigte, dachte er zunächst gar nicht an einen Barschrank. "Das Gesellenstück sollte eine klassisch geführte Schublade und ein Drehteil, z.B. eine Tür, enthalten." Simon fing an, ein Möbelstück zu entwickeln. "Ich habe eine Skizze nach der anderen angefertigt und dann eine endgültige Zeichnung abgegeben. Als das Möbelstück fertig war, war mir klar: 'Es wird als Barschrank genutzt!'", sagt der 24-Jährige.

Drei Männer schneiden an einer Maschine Holz zurecht.
Für Gesellenstücke wird Holz nach Plänen zurechtgeschnitten.
Ein junger Mann poliert eine Holzoberfläche.
Holzoberflächen werden mit Spezialwerkzeugen glatt poliert.
Ein Hobel und Späne, die auf Holzbrettern liegen.
Für die Feinbearbeitung des Gesellenstücks wurde auch ein Hobel eingesetzt.

Perfektionsarbeit in Eigenregie

Sein Gesellenstück fertigte er nach der Theorieprüfung innerhalb der vorgeschriebenen Stundenzahl im Ausbildungsbetrieb an. "Die Konstruktion der Einzelteile fand ich nicht so schwierig", erinnert er sich. "Ich musste aber darauf achten, perfekt und sauber zu arbeiten, damit beim Zusammenbau alles richtig zusammenpassen würde."

Für seinen Barschrank verwendete er Rot-Zeder aus Kanada und einen besonderen Kunststoff namens Corian. Das Holz für das Gesellenstück wurde von seinem Ausbildungsbetrieb gestellt.

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Simons Gesellenstück, der Barschrank.
Privat
Simon hat mit seinem Gesellenstück einen Preis gewonnen.

Vom Azubi zum Gesellen

Nachdem er sein Gesellenstück abgegeben hatte, musste Simon noch die praktische Prüfung bestehen. "Das war eine Arbeitsprobe, die von 7 Uhr früh bis 17 Uhr dauerte. Jeder Prüfling musste das gleiche Werkstück anhand eines Plans und einer dazugehörigen Holzliste herstellen." Auch diese Prüfung hat er sehr gut gemeistert. Als frischgebackener Geselle wird er zunächst in seinem Betrieb weiterarbeiten und sich dabei weiterbilden. "Ich werde bald noch einen CNC-Kurs machen", freut sich Simon.

Sein Barschrank wird einen Platz in Simons Wohnung bekommen. "Eigentlich ist das Gesellenstück ja Eigentum des Betriebs", erklärt er und fügt lächelnd hinzu: "Aber meistens bekommt man es doch mit nach Hause." Wenn es so weit ist, kann er seinen preisgekrönten Schrank also endlich benutzen.

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Stand: 18.01.2012
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