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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Interview: Bundesfreiwilligendienst

Im Freiwilligen Dienst fürs Leben lernen

Einige Monate freiwillig in eine Kindertagesstätte oder ins Museum, in den Katastrophenschutz oder ins Seniorenheim - mit dem Bundesfreiwilligendienst ist dies seit 1. Juli 2011 möglich. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder erklärt, was dir der Einsatz bringt.

Porträt von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder stellt den Bundesfreiwilligendienst vor.

planet-beruf.de: Wer kann sich für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) bewerben?

Dr. Kristina Schröder: Grundsätzlich kann sich jeder, der mit der Schule fertig ist, im neuen Bundesfreiwilligendienst engagieren. Egal ob Junge oder Mädchen, jung oder alt. Alle, die älter als 27 Jahre sind, können sich auch in Teilzeit engagieren. Minimum sind aber mehr als 20 Stunden pro Woche.

planet-beruf.de: Worauf müssen Jugendliche achten, die einen Bundesfreiwilligendienst antreten möchten?

Dr. Kristina Schröder: Eigentlich nur darauf, einen Einsatzplatz zu finden, der sie interessiert. Ansonsten gilt: Es gibt keine Bewerbungsfristen oder Altersbegrenzungen. Und um die volle gesetzliche Sozialversicherung kümmern sich die Einsatzstellen und der Staat - so wie bei den Auszubildenden. Wer sich informieren möchte, findet auf www.bundesfreiwilligendienst.de hilfreiche Infos!

planet-beruf.de: Wo werden Jugendliche im Bundesfreiwilligendienst eingesetzt?

Dr. Kristina Schröder: Der neue Bundesfreiwilligendienst kann überall dort geleistet werden, wo bisher Zivis im Einsatz sind. Zusätzlich können sich alle Interessierten seit 1. Juli auch in den Bereichen Sport, Integration, Kultur und Bildung engagieren. Die Einsatzbereiche im Bundesfreiwilligendienst entsprechen damit im Wesentlichen denen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bzw. im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) - mit dem kleinen Unterschied, dass für den Bundesfreiwilligendienst einige Bereiche sogar ausdrücklich vorgesehen sind: etwa ein Engagement im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Ein junger Mann spielt mit Kindern in einer Kindertagesstätte.
Du hast viele Möglichkeiten, dich freiwillig einzusetzen, z.B. in einer Kindertagesstätte.

planet-beruf.de: Wann im Jahr kann man einen BFD beginnen? Wann endet er?

Dr. Kristina Schröder: Der Bundesfreiwilligendienst kann jederzeit im Jahr begonnen werden. Es gibt keine Vorgaben oder Bewerbungsfristen. Allerdings muss sich jeder Engagierte für mindestens sechs Monate und höchstens 18 Monate verpflichten, in der Regel wird der Dienst zwölf Monate dauern. In Ausnahmefällen und auf der Grundlage eines besonderen pädagogischen Konzepts kann der Bundesfreiwilligendienst bis zu 24 Monate absolviert werden - etwa dann, wenn Jugendliche in dieser Zeit einen Schulabschluss machen.

planet-beruf.de: Was können Jugendliche bei der Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst lernen?

Dr. Kristina Schröder: Jugendliche können durch den Bundesfreiwilligendienst wichtige Erfahrungen sammeln und Teamgeist sowie Organisationsfähigkeit stärken. Sie lernen aber auch praktische Dinge, die vielleicht für einen zukünftigen Arbeitsplatz wichtig sind, z.B. als Freiwillige/r im Pflegebereich oder in einer Kita. Wer hier seinen Bundesfreiwilligendienst leistet, kann sich im Lebenslauf echte Vorteile verschaffen.

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Stand: 14.09.2011
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