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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Interview: Zukunftschancen auf dem Bau

"Wer pfiffig ist, findet eine Stelle!"

Trotz Krise ein sicherer Job? "Ja", meint Dr. Ilona K. Klein vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Denn Fachkräftemangel und vielfältige Ausbildungen machen eine Berufsausbildung trotz "roter Zahlen" in der Baubranche attraktiv.

Porträt Dr. Ilona K. Klein vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Privat
Dr. Ilona K. Klein vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

planet-beruf.de: Die Baubranche steckte jahrelang in der Krise. Wie ist die derzeitige Situation?

Dr. Klein: Durchwachsen. An dieses Jahr knüpfen wir positive Erwartungen, weil die Aufträge aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung noch nachwirken. Aber für 2011 befürchten wir einen Einbruch bei den Umsätzen und leider auch bei den Beschäftigtenzahlen.

planet-beruf.de: Sollte man dann überhaupt eine Ausbildung in der Braubranche beginnen?

Dr. Klein: Grundsätzlich sind die Zukunftschancen für junge Leute, die "etwas bewegen wollen", gut, weil wir vor einem Generationswechsel stehen. Wir brauchen fachlich qualifizierten Nachwuchs in allen Sparten des Hochbaus, Tiefbaus und mit deutlichem Schwerpunkt im Ausbau.

planet-beruf.de: Viele Firmen vermelden bereits Fachkräftemangel. Welche Bereiche sind betroffen?

Dr. Klein: Der Fachkräftemangel zieht sich quer durch alle Bereiche. Gesucht sind vor allem Fachkräfte, die z.B. in bestimmten Bereichen spezialisiert sind, die bereit sind, auf den Baustellen Verantwortung zu übernehmen und den Umgang mit den Kunden gewohnt sind.

Bautechniker gibt am Laptop Messdaten ein.
Trotz Krise in der Baubranche herrscht dort...
Maurer setzt eine Mauer.
...ein hoher Fachkräftebedarf.

planet-beruf.de: Wie sieht die Ausbildungssituation in der Baubranche aus?

Dr. Klein: Wir erleben immer wieder, dass Ausbildungsstellen nicht besetzt werden können, weil qualifizierte Bewerber/innen fehlen. Aber wer ein bisschen pfiffig ist, bekommt bestimmt eine Lehrstelle.

planet-beruf.de: Welche Voraussetzungen sollten die Auszubildenden mitbringen?

Dr. Klein: Man sollte schon gut rechnen und schreiben können. Die Bereitschaft zu körperlichem Einsatz sollte unbedingt da sein, aber auch das Auftreten muss stimmen.

planet-beruf.de: Was sollten Jugendliche beachten, die einen Beruf in der Baubranche ergreifen wollen?

Dr. Klein: Wir empfehlen ein Praktikum, weil man dadurch erkennt, ob einem der Beruf wirklich Spaß macht. Bei dem Ausbildungsbetrieb sollte darauf geachtet werden, dass es sich um einen Innungsbetrieb handelt. Diese Betriebe sind auf dem neuesten Stand und bieten den Auszubildenden die meisten Möglichkeiten.

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Stand: 21.07.2010
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