Job inside: Elektroanlagenmonteur/in
Unter Strom
Michael machte erst eine Lehre im Büro. Inzwischen ist er glücklich in seiner Ausbildung zum Elektroanlagenmonteur. Wie er zu seinem Beruf gefunden hat und was die Tätigkeiten eines Elektroanlagenmonteurs sind, erzählt er im Interview.

-
Jäger- Fischer GmbH & Co.KGMichael macht eine Ausbildung als Elektroanlagenmonteur.
planet-beruf.de: Wie bist du zum Beruf des Elektroanlagenmonteurs gekommen?
Michael: Ich habe zuerst eine Ausbildung als Fachangestellter für Bürokommunikation angefangen, habe dann aber festgestellt, dass Büroarbeit doch nichts für mich ist. Eigentlich wollte ich entweder Kfz-Mechatroniker oder Elektriker werden. Ich habe ca. 30 bis 40 Bewerbungen geschrieben und mehrere Praktika gemacht, unter anderem bei JÄGER DIREKT. Hier hat es mir am besten gefallen. Und ich bin auf den Beruf des Elektroanlagenmonteurs gestoßen.
Licht ins Dunkel bringen
planet-beruf.de: Wie sieht deine Arbeit als Elektroanlagenmonteur aus?
Michael: Meine Hauptaufgabe besteht darin, Verteilerkästen zusammenzubauen, in unterschiedlichen Größen. Ich arbeite in der Fertigung. Hier haben wir verschiedene Bereiche, z.B. das Prüfen und Verpacken von Verteilern und Anschlussleitungen.
In einem anderen Bereich werden Kabel zugeschnitten und bedruckt sowie Stecker und Kupplungen darauf gesetzt. Im Verteilerbau gibt es viel Arbeit. Diese Arbeit gefällt mir am besten.
planet-beruf.de: Worauf achtest du beim Kontakt mit Strom besonders?
Michael: Bei der Montage selbst arbeite ich nicht mit Strom, nur beim Prüfen. Da muss ich aufpassen, dass keine Litzen offen sind. Litzen sind die einzelnen Drähte, aus denen ein Kabel besteht. Wenn Strom fließt und die Litzen noch offen sind, ist es tödlich, hineinzugreifen. Alles muss unter Berührungsschutz laufen. Das bedeutet, dass die Metallkontakte mit einem Plastikschutzfilm überzogen sind. Plastik leitet nicht und so kann nichts passieren.

- Als Elektroanlagenmonteur/in reparierst du z.B. Anlagen der Beleuchtungstechnik.
planet-beruf.de: Was muss man deiner Meinung nach mitbringen, um Elektroanlagenmonteur zu werden?
Michael: Auf jeden Fall Interesse an Elektronik. Wenn man errechnen muss, wie dick ein Kabel sein muss, braucht man Mathematik. Dazu kommen eine ruhige Hand und Konzentrationsfähigkeit. Bei uns geht alles Hand in Hand. Teamfähigkeit spielt eine große Rolle.
planet-beruf.de: Welche Zukunftspläne hast du?
Michael: Am liebsten würde ich zunächst hier in der Firma bleiben. Später möchte ich meinen Meister machen und Elektrotechnik studieren.
planet-beruf.de: Alles Gute für die Zukunft und vielen Dank für das Interview!
Das Wichtigste zum Beruf in Kürze
Tätigkeiten: Als Elektroanlagenmonteur/in montierst, installierst und reparierst du elektronische Anlagen, beispielsweise aus der Energieversorgungstechnik, der Sicherheitstechnik oder der Beleuchtungstechnik und anderen Bereichen.
Ausbildungsform: Du machst eine duale Berufsausbildung: Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Dauer: Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen: Du solltest mindestens den Hauptschulabschluss haben. Im Jahr 2008 verfügten 36% der Ausbildungsanfänger über den Hauptschulabschluss, 47% über den mittleren Bildungsabschluss und 4% über die Hochschulreife.














