Job inside: Fachkraft - Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Trennen für die Umwelt
Etwa 350 Millionen Tonnen Abfall produzieren die Deutschen jedes Jahr. Dazu gehören Abfälle aus Industrie und Gewerbe, aber auch Siedlungsabfälle, also Bauabfälle und Müll, der vor allem im Haushalt anfällt. Da hat Carina als angehende Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft eine Menge zu tun. Sie sorgt dafür, dass Abfall richtig entsorgt und wiederverwertet wird.

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Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KGUmweltschutz steht für Carina an erster Stelle. Darum lernt sie den Beruf Fachkraft für Kreislauf und Abfallwirtschaft.
"Ich habe mich immer für Naturwissenschaften und die Entsorgung interessiert", erzählt Carina. Der 19-Jährigen ist es wichtig, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Sie engagiert sich bei der Aktion "Saubere Landschaft" ihres Heimatorts Igling bei München und sammelt dabei Abfälle ein oder reinigt den Dorfbach. Schon von Berufs wegen hält sie sich strikt an die Mülltrennung. "Daheim sortiere ich nach Papier, Pappe, Glas, Weißblech, Restmüll, Bioabfall und Leichtverpackungen wie Plastik", erklärt sie.
Umwelt hat Zukunft

- Carina ist in ihrem Betrieb im Altpapierbereich tätig.
In ihrer Ausbildung lernt die ehemalige Hauptschülerin, wie, was und warum man entsorgt. "Mir gefällt der Beruf supergut", sagt Carina und freut sich über die beruflichen Zukunftsaussichten: "Die Entsorgung wird es immer geben, weil es ja auch immer Müll gibt." Über andere, die alles in eine Tonne werfen, statt zu trennen, ärgert sie sich. "Auch unsere Kinder und Enkelkinder wollen etwas von der Umwelt haben. Und wenn wir gar nicht trennen, ersticken wir irgendwann im Abfall."
Alles Altpapier
Bei ihrem Ausbildungsbetrieb Veolia Umweltservice Süd ist sie im Altpapierbereich tätig. Hierhin liefern LKWs das Altpapier containerweise aus dem Umland von München. Die Mitarbeiter/innen trennen das Papier per Hand oder mithilfe von Sortieranlagen: "Es gibt gefärbtes Papier, Papier mit 70 % Kartonageanteil und altes Zeitungspapier", erklärt die Auszubildende. Anschließend wird das getrennte Papier gepresst und an Papierfabriken weiterverkauft. Fast die gesamte Papiermenge kann dort unter anderem wieder zu Servietten, Kartons oder Zeitungspapier recycelt werden.
"Kleine Schritte verändern die Welt!"
Ein Beruf mit vielen Seiten

- Der Computer gehört zu Carinas wichtigsten Arbeitsmitteln.
"Als angehende Fachkraft bin ich nicht nur in der Abfallverwertung tätig. Der Beruf hat auch viele andere Seiten", betont Carina, "Logistik und Sachbearbeitung spielen eine besondere Rolle." Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit verbringt Carina darum im Büro. Hier führt sie ein Betriebstagebuch und notiert am Computer, wie lange die Sortierer am Tag gearbeitet haben oder zu welchen Zeiten die Maschinen gelaufen sind. Genauso füllt sie Lieferscheine aus oder hält fest, wie viel Altpapier die LKWs anliefern und welche Mengen der Betrieb an Papierfabriken weiterverkauft. "Pro Tag bekommen wir etwa 20 LKW-Ladungen an Altpapier", schätzt die 19-Jährige.
Keine empfindliche Nase
Über Geruchsbelästigung muss sie sich in ihrem Tätigkeitsbereich keine Sorgen machen. Andere Abfälle können durchaus unangenehm riechen. "Geruchsempfindlich darf man nicht sein", warnt Carina. Sie selbst hat keine empfindliche Nase: "Ich bin in der Landwirtschaft groß geworden und hatte schon früher mit unangenehmen Gerüchen zu tun."












