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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Job inside: Gesundheits- und Krankenpfleger/in 2

"Menschen, Anatomie und Medizin - das interessiert mich"

Im Krankenhaus gibt es für den 24-jährigen Johannes viel zu tun. Hier lernt der Auszubildende zum Gesundheits- und Krankenpfleger Patienten zu betreuen und ihren Gesundheitszustand zu überwachen.

Porträt des Auszubildenden Johannes, der Gesundheits- und Krankenpfleger lernt.
Privat
Johannes ist mit Leidenschaft in der Krankenpflege tätig.

planet-beruf.de: Johannes, welche Aufgaben erledigst du als angehender Gesundheits- und Krankenpfleger im dritten Ausbildungsjahr?

Johannes: Momentan bin ich im Bereich Innere Medizin und kümmere mich unter anderem um Schlaganfallpatienten oder um Menschen mit Herz- und Nierenleiden. Unter Aufsicht betreue ich ungefähr 20 Patienten. Ich helfe ihnen z.B. aus dem Bett und unterstütze sie beim Waschen und Anziehen. Dafür braucht man manchmal viel Kraft. Als Mann bin ich da im Vorteil, auch wenn Frauen das mit der richtigen Technik natürlich genauso gut können. Ich verabreiche auch Medikamente und Spritzen, z.B. für Diabetiker, oder versorge offene Wunden. Meine Aufgaben spreche ich vorher mit einer ausgelernten Gesundheits- und Krankenpflegerin ab. Sie kontrolliert alles, was ich tue.

Weibliches Körpermodell mit inneren Organen.
Wie der Körper aufgebaut ist, müssen Gesundheits- und Krankenpfleger/innen wissen.

planet-beruf.de: Muss man in der Krankenpflege jeden Schritt schriftlich festhalten, damit Patienten optimal versorgt werden?

Johannes: Ja. Bei neuen Patienten wird ein Pflegeplan erstellt. Darin ist auch festgelegt, wie sie zu behandeln sind. Alle Maßnahmen dokumentieren wir in den sogenannten Kurven. Darin steht auch, welche Medikamente jeder Patient bekommt.

planet-beruf.de: Arbeitest du im Schichtdienst?

Johannes: Ja. Der Frühdienst dauert von 6 Uhr bis 13:30 Uhr. Im Spätdienst arbeite ich von 13 Uhr bis 20:30 Uhr. Außerdem habe ich jedes zweite Wochenende Dienst. Während der Ausbildung muss ich zudem mehrere Nachtschichten übernehmen. Als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Ausbildung unterstützt mich nachts jemand. Die ausgelernten Fachkräfte hingegen tragen große Verantwortung, weil sie alleine etwa 40 Patienten betreuen müssen.

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Ein Gesundheits- und Krankenpfleger teilt die Medikamente der Patienten ein.
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen teilen ihren Patienten Medikamente nach dem Pflegeplan zu.
Ein Gesundheits- und Krankenpfleger überprüft die Patientenakten.
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen müssen ihre Arbeit dokumentieren.

planet-beruf.de: Wenn du nicht im Krankenhaus arbeitest, lernst du an einer Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpfleger die Theorie zu deinem Beruf?

Johannes: Ich arbeite abwechselnd mehrere Wochen praktisch und habe dann Blockunterricht an einer Krankenpflegeschule. Dort unterrichten uns Ärzte und Ärztinnen zum Beispiel in Anatomie oder Innerer Medizin. Alles, was mit Pflege zu tun hat, bringen uns die Pflegepädagogen bei. Weiteren Dozentenunterricht
haben wir in den Fächern Psychologie, Ernährungslehre und Qalitätsmanagement.

planet-beruf.de: Was gab den Ausschlag für deine Berufswahl?

Johannes: Meine Eltern arbeiten beide im medizinischen Bereich. So habe ich das Berufsfeld von klein auf kennengelernt. Bei einem Praktikum in einer Sozialstation habe ich gemerkt, dass es das Richtige für mich ist.

planet-beruf.de: Was begeistert dich an deinem Beruf?

Johannes: In erster Linie der enge Kontakt zu Menschen. Auch für Medizin und Anatomie habe ich mich schon immer interessiert. Mir ist es wichtig zu wissen, wie der menschliche Körper funktioniert.

Für die Gesundheit vorsorgen

Je früher Ärzte und Ärztinnen Krankheiten bei einem Patienten entdecken, desto besser können sie diese behandeln und desto größer sind die Heilungschancen. Darum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sehr wichtig. Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen unterstützen die Ärzte und Ärztinnen bei den Gesundheits-Checks. Wer etwas für seinen Körper tun möchte, sollte sich auch gesund ernähren und Sport treiben. Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen kennen sich mit der Gesundheitsvorsorge gut aus. Sie informieren ihre Patienten und deren Angehörige zum Beispiel über gesundheitsfördernde Verhaltensweisen.

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Stand: 18.03.2010
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Der Beruf "Gesundheits- und Krankenpfleger/in" im Filmportal der Bundesagentur für Arbeit:

Gesundheits- und Krankenpfleger/in im BERUFE.TV

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Den gesamten Beitrag aus "MINT/SOZIAL for you, Ausgabe 2010" als PDF-Datei herunterladen:

"Menschen, Anatomie und Medizin - das interessiert mich"

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