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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Job inside: Holzmechaniker/in - Möbelbau und Innenausbau

Fasziniert vom Holz

Die Arbeit mit Holz mochte Tanita schon in der Schule. Als angehende Holzmechanikerin bei Duravit hat sie nun täglich mit ihrem Lieblingswerkstoff zu tun. Sie hilft mit, Badezimmermöbel zu fertigen, die weltweit verkauft werden.

Porträt Tanita
Duravit AG
Tanita wird Holzmechanikerin der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau.

"Die Arbeit mit Holz hat mich schon immer fasziniert. Daher habe ich beschlossen, ein Jahr vor dem mittleren Bildungsabschluss ein Praktikum im Duravit-Badmöbelwerk in Schenkenzell zu machen", erinnert sich Tanita. Für eine Woche in den Sommerferien arbeitete sie in der Lehrwerkstatt mit und erhielt einen guten Einblick in ihren späteren Ausbildungsbetrieb. "Ich durfte selbst etwas aus Holz herstellen - das hat mir sehr gut gefallen", schwärmt die 19-Jährige.

Nach dem Praktikum bewarb sich Tanita sofort bei ihrem Praktikumsbetrieb um einen Ausbildungsplatz als Holzmechanikerin der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau. Sie durchlief verschiedene Einstellungstests und überzeugte auch mit dem Möbelstück, das sie während des Praktikums hergestellt hatte.

Tanita prüft zwei Holzelemente einer großen Kommode auf Passgenauigkeit.
Duravit AG
Die Holzelemente für dieses Möbelstück hat Tanita zugeschnitten.
Tanita bohrt mit einer Bohrmaschine ein Bohrloch in eine Holzplatte.
Duravit AG
Das Bohrloch muss an die richtige Stelle - Tanita ist hochkonzentriert.

Per Hand und mit Unterstützung von Maschinen

Mittlerweile ist Tanita im 3. Ausbildungsjahr und kennt schon viele Aufgaben ihres Berufes. "Die Grundlagen der Möbelfertigung habe ich in der Lehrwerkstatt gelernt. Dort habe ich auch verschiedene Möbel einzeln hergestellt", erklärt Tanita.

Demnächst arbeitet sie vier bis fünf Monate lang in der Produktion mit. "Maschinensaal, Endfertigung und Wannenverkleidungen - alles mache ich einmal durch", sagt Tanita. In der Produktionshalle lernt sie, verschiedene Maschinen zu bedienen, z.B. die CNC-Maschine, eine automatische Plattensäge oder die Formatstraße. "In der Formatstraße werden die Holzplatten bearbeitet und bekantet. Beim Bekanten wird zum Schutz vor Feuchtigkeit ein Furnier oder ein anderer Schichtstoff auf die noch naturbelassenen Kanten einer Rohspanplatte gelegt", erklärt Tanita.

Von der Zeichnung zum fertigen Schrank

Ein Holzmechaniker mit Gehörschutz prüft zurechtgeschnittene Holzbretter.
Auf Genauigkeit kommt es an. Schließlich werden die meisten Holzbretter weiterverarbeitet.

"Um eine Zeichnung von einem zukünftigen Möbelstück zu erstellen, muss ich mir Informationen über das Design, das Material und die Maße holen", erläutert Tanita und fügt hinzu: "Die Zeichnung erstelle ich per Hand oder am Computer. Räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerisches Talent sind dabei von Vorteil." Danach müssen die CNC-Maschinen so eingestellt werden, dass sie das Holzstück richtig bearbeiten. "Die CNC-Maschine programmiere ich selbst. Dabei stelle ich jede Bohrung oder Fräsung, die gemacht werden muss, millimetergenau ein - Rechenkenntnisse sollte man dafür schon mitbringen", empfiehlt Tanita.

Die fertigen Einzelteile verleimt und verschraubt Tanita zum Schluss. Dann ist der Badezimmerschrank fertig. "Für meine Ausbildung muss man auf jeden Fall handwerkliches Geschick und Interesse an Holz und Technik mitbringen", meint Tanita.

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Stand: 18.01.2012
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