Job inside: Klempner/in
Über den Dächern der Stadt
Adrian wird Klempner. Der 18-Jährige kommt jetzt ins dritte Lehrjahr bei der Firma Märkl GmbH in Fürth und lernt dort, was es mit diesem Handwerk auf sich hat. Im Gespräch mit planet-beruf.de erzählt er, warum ihm seine Arbeit so gefällt.

- Adrian lernt von seinem Kollegen, worauf er bei der Arbeit achten muss.
Schon die Berufsbezeichnung ist ein Fall für sich: Unter Klempner verstehen viele erst mal jemanden, der im Haus die Rohre repariert. Da liegen sie allerdings falsch: Ein/e Klempner/in, in bestimmten Gegenden auch Blechner/in, Flaschner/in oder Spengler/in genannt, hat vor allem viel mit Blech zu tun. Damit werden etwa Dächer verkleidet oder Regenrinnen hergestellt.
Abwechslungsreicher Beruf
Auch Adrian musste sich erstmal im BERUFENET informieren, was es mit dem Beruf auf sich hat, als er in der Zeitung von den freien Ausbildungsplätzen bei der Firma gelesen hat. "Jetzt habe ich aber einen Draht dazu gefunden. Die Arbeit gefällt mir sehr", meint er.
Besonders spannend findet er die abwechslungsreichen Arbeitsorte. Keine Baustelle gleicht der anderen, vom kleinen Einfamilienhaus bis zum Hochhaus ist alles dabei.
Aber Adrian weiß auch: "Es ist eine harte Arbeit, man wird schon mal dreckig oder nass, man ist ja die ganze Zeit draußen. Schwindelfrei muss man auch auf alle Fälle sein."
Er hat sich aber schnell daran gewöhnt, in großer Höhe zu arbeiten und über die Gerüste zu klettern. Jetzt genießt er oft den Ausblick über die Stadt.

- Hier überprüft Adrian, ob er das Blech richtig befestigt hat - dabei muss er sich schon mal richtig verrenken.
Berufsschule als Herausforderung
Die Berufsschule findet Adrian sehr anspruchsvoll und nicht mit der Realschule zu vergleichen. Neben Fächern wie Deutsch und Sozialkunde geht es in den 3 1/2 Jahren der Ausbildung vor allem um die Fachtheorie und -praxis.
Im ersten Berufsschuljahr hat er mit seinen Klassenkameraden den allgemeinen Umgang mit Metall wie Fräsen und Drehen gelernt, ab dem zweiten geht es speziell um die Aufgaben als Klempner/in. Nach seiner Ausbildung will er unbedingt noch den Meisterbrief machen: "Mit Engagement kann man sehr viel im Beruf erreichen", ist Adrian überzeugt.
Das Wichtigste zum Beruf in Kürze
Tätigkeiten: Klempner/innen stellen Blechbauteile für Hausdächer und Fassaden wie etwa Abdeckungen oder Regenrinnen her, bringen sie vor Ort an oder reparieren sie.
Ausbildungsform: Die duale Ausbildung findet in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb statt.
Dauer: Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen: Mit einem Hauptschulabschluss hast du gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Im Jahr 2006 hatten 67 % der Ausbildungsanfänger/innen einen Hauptschulabschluss, 18 % einen mittleren Bildungsabschluss, 6 % hatten keinen Schulabschluss und 1 % hatte Hochschulreife.
Nach der Ausbildung: Du kannst dich etwa zum/zur Klempnermeister/in oder zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in in der Fachrichtung Metallbautechnik weiterbilden.












