Job inside: Orthopädieschuhmacher/in
Gut zum Fuß
Mit den Schuhen, die der 19-jährige Marco herstellt, kann jeder problemlos laufen. Auch Menschen mit Fußproblemen. Marco ist gerade im zweiten Jahr seiner Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher bei der Rahm Zentrum für Gesundheit GmbH in Troisdorf. Was das Besondere an seinem Beruf ist, erzählt er planet-beruf.de im Interview.

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PrivatMarco macht eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher.
planet-beruf.de: Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Marco: Ich habe 2007 bereits ein Praktikum hier in meinem jetzigen Betrieb gemacht. Dadurch kannte ich den Betrieb schon ganz gut und der Betrieb mich. Da mir das Praktikum gut gefallen hat, habe ich mich hier um eine Ausbildungsstelle beworben.
planet-beruf.de: Wie sieht dein Arbeitstag als Auszubildender zum Orthopädieschuhmacher aus?
Marco: Ich arbeite meistens in der Orthopädiewerkstatt. Im Moment mache ich Maßschuhe. Unsere Außendienstmitarbeiter fahren zu den Patienten, um deren Fußabdrücke zu nehmen. In der Werkstatt besprechen wir, wie der Schuh aussehen soll. Danach stellen wir mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien den Schuh nach den Angaben der Außendienstmitarbeiter her. Außer Maßschuhen habe ich auch schon mal Unterschenkel-Orthesen hergestellt. Die Orthese dient als Stütze eines Körperteils, der nicht richtig funktioniert.
planet-beruf.de: Arbeitest du allein an einem Schuh?
Marco: Nein, daran arbeiten mehrere Leute. Zuerst bauen wir die Bettung und den Leisten nach den Fußabdrücken des Patienten. An den Leisten können wir dann Schäfte, d.h. das Oberleder für den Schuh herstellen. Zuletzt wird der Schuhboden gefertigt.
Passgenau für den Kunden
planet-beruf.de: Was macht dir am meisten Spaß an deiner Arbeit?
Marco: Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Mal macht man relativ einfache Schuhe, mal etwas Kompliziertes, je nach Krankheitsbild des Patienten. Mir machen eigentlich alle Arbeiten Spaß.
planet-beruf.de: Was muss man deiner Meinung nach mitbringen, um ein guter Orthopädieschuhmacher zu werden?
Marco: Zunächst einmal Teamfähigkeit, denn im Sanitätshaus arbeite ich mit vielen Leuten zusammen. Man sollte mit Menschen umgehen können. Als Orthopädieschuhmacher hat man täglich Kontakt mit Menschen. Ich werde noch während der Ausbildung den Kundenkontakt einüben können: Demnächst kann ich auch im Laden stehen und Fußabdrücke von Kunden nehmen. Dazu sollte man schon Einfühlungsvermögen mitbringen, schließlich hat man es mit kranken Menschen zu tun. Wichtig sind natürlich auch Anatomie- und Medizinkenntnisse, die wir in der Berufsschule erwerben. Was für diesen Beruf außerdem wirklich wichtig ist, ist handwerkliches Können.

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PrivatAnhand der Fußabdrücke eines Patienten ...

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Privat... kann Marco Maßschuhe herstellen.
planet-beruf.de: Was war bisher dein schönstes Erlebnis in deiner Ausbildung?
Marco: Ich finde es jedes Mal ein Erfolgserlebnis, wenn man einen Schuh angefertigt hat und weiß, damit einem Patienten oder einer Patientin das Leben zu erleichtern.
planet-beruf.de: Welche Zukunftspläne hast du?
Marco: Ich möchte gerne nach der Ausbildung hier weiterarbeiten. Wenn man gute Arbeit leistet, dann ist es schon wahrscheinlich, dass man übernommen wird. Später möchte ich den Meistertitel erwerben.
planet-beruf.de: Viel Erfolg bei deinen Plänen und vielen Dank für das Gespräch.
Das Wichtigste zum Beruf in Kürze
Tätigkeiten: Als Orthopädieschuhmacher/in fertigst du in handwerklicher Arbeit orthopädisches Schuhwerk sowie fußmedizinische Heil- und Hilfsmittel an. Überwiegend handelt es sich dabei um Einzelstücke, die du der Kundschaft individuell anpasst und, falls erforderlich, auch reparierst.
Ausbildungsform: Du machst eine duale Berufsausbildung - du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Dauer: Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen: Du solltest mindestens den Hauptschulabschluss haben. Im Jahr 2008 verfügten 51 Prozent über einen mittleren Bildungsabschluss und 32 Prozent über einen Hauptschulabschluss.












