Job inside: Produktionstechnologe/-technologin
"In meinem Beruf sind Ideen gefragt!"
Ewald ist 22 Jahre alt und macht seit einem Jahr eine Ausbildung zum Produktionstechnologen bei der Firma WITTENSTEIN AG. Ewald passt sehr gut zu dem Beruf, der erst seit 2008 ausgebildet wird. Er hatte schon immer eine Vorliebe dafür, Arbeiten einfach zu gestalten.

- Teambesprechungen gehören zum Alltag von Produktionstechnologen.
planet-beruf.de: Der Produktionstechnologe ist ein ganz neuer Beruf. Wie bist du auf den gekommen?
Ewald: Ich habe nach einer Ausbildung im Produktionsbereich gesucht. Beim Recherchieren im Internet habe ich den Produktionstechnologen entdeckt. Die Mischung aus Technik, Produktion und Organisation, um die sich der Beruf dreht, hat mich angesprochen.
planet-beruf.de: Was machst du in deinem Beruf?
Ewald: Ich schaue, wo es im Produktionsablauf noch nicht optimal läuft oder wo häufig Fehler passieren. Wenn ich dabei etwas finde, versuche ich zusammen mit Fachleuten aus der Produktion, Lösungen dafür zu finden.
Ziel ist, die Produktionsanlagen so zu gestalten, dass man einfach und zeitsparend daran arbeiten kann.

- Ewald erklärt einem Mitarbeiter die Verbesserungen an einer Maschine.
planet-beruf.de: Wie können solche Verbesserungen denn aussehen?
Ewald: Wir haben z.B. vor kurzem die Arbeit an einem Teststand für Getriebe vereinfacht. Verschiedene Getriebearten kamen unsortiert auf diesen Teststand. Der Stand musste für die Prüfung jeder Getriebeart ein wenig umgebaut werden.
Wir haben das umgestellt. Nun kommt immer eine bestimmte Stückzahl gleicher Getriebe und der Produktionsmitarbeiter weiß vorher, welche Getriebeart als nächstes kommt. Das spart Zeit und Kraft.
Frisch aus der Praxis
planet-beruf.de: Ist es schwer, solche Lösungen zu finden?
Ewald: Nein. Ich habe mir schon in der Schule Arbeitserleichterungen ausgedacht. Ich habe nicht gern gelernt und habe es mir deshalb so einfach wie möglich gemacht. Das war schon eine gute Vorbereitung für meinen Beruf.
planet-beruf.de: Was braucht man außer guten Ideen für deine Arbeit?
Ewald: Organisationstalent. Vorliebe für Teamarbeit. Und vor allem Interesse an Technik. Denn damit man Prozesse verbessern kann, muss man die Produktion gut kennen. Auch die Arbeiten, die im Betrieb anfallen. Ich lerne deshalb während der Ausbildung zu fräsen, Maschinen zu bedienen oder Anlagen zusammenzubauen.
Das Wichtigste zum Beruf in Kürze
Tätigkeiten: Produktionstechnologen und -technologinnen planen und vereinfachen Produktionsprozesse in der Industrie. Sie richten Produktionsanlagen ein und organisieren Prozessabläufe.
Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre.
Arbeitsorte: Produktionshallen/-stätten von Industrieunternehmen, die verschiedenste Dinge herstellen, z.B. Autoteile, Computerchips, Medikamente.
Nach der Ausbildung: Weiterbilden kannst du dich z.B. zum/zur Techniker/in Fachrichtung Maschinentechnik Schwerpunkt Produktionsorganisation, zum/zur Geprüften Prozessmanager/in - Produktionstechnologie oder zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Metall.












