Job inside: Produktionsfachkraft Chemie
Produkte unverwechselbar machen
Svenja lernt Produktionsfachkraft Chemie. Die 18-Jährige stellt bei ihrem Ausbildungsbetrieb, der KURZ-Gruppe, Prägefolien her. Damit werden Laptops, Lippenstifte, Shampoos oder Zahnbürsten mit ihrem Marken- und Produktnamen ausgezeichnet.

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Firma Leonhard Kurz, FürthIhr Ausbilder erklärt Svenja die Eigenschaften einer Heißprägefolie.
planet-beruf.de: Warum hast du den Beruf Produktionsfachkraft Chemie gewählt?
Svenja: Ich wollte unbedingt einen Beruf, der mit Chemie zu tun hat und in dem ich handwerklich arbeiten kann. Im Beruf Produktionsfachkraft Chemie habe ich beides.
planet-beruf.de: Warst du schon immer handwerklich interessiert?
Svenja: Ja, ich habe schon als Kind gern gebastelt und mit Opa oder Papa kleinere handwerkliche Projekte, z.B. den Bau eines Hasenstalls, verwirklicht.
Geh' deinen eigenen Weg!

- Produktionsfachkräfte Chemie arbeiten meist in großen Produktionshallen.
planet-beruf.de: Was tust du als Produktionsfachkraft Chemie?
Svenja: Mein Ausbildungsbetrieb stellt Folien her, die später auf Kunststoffteile wie Radiogehäuse oder Verpackungen von Kosmetikartikeln geprägt werden. Ich "füttere" die Produktionsmaschine mit den Lacken, Lösungs- und Bindungsmitteln, die zum Beschichten der jeweiligen Folie gebraucht werden. Dabei passe ich auf, dass die Maschine richtig läuft und dass keine Fehler oder Kleckser auf der Folie entstehen.
In der Ausbildung lerne ich außerdem die anderen Abteilungen kennen: die Entwicklungsabteilung, das Lackmischzentrum, wo Lacke hergestellt und gemischt werden, und die Kontrolle, wo die Endprodukte überprüft werden.

- Auch Schilder können mit Heißprägefolie beklebt werden.
planet-beruf.de: Welche Fähigkeiten brauchst du, um in deinem Beruf gut zu sein?
Svenja: Vor allem brauche ich handwerkliches Geschick und technisches Verständnis. Denn ich muss die Druckmaschine bedienen und reparieren, wenn sie nicht funktioniert. Für das Mischen der Lacke ist Chemie wichtig. Und zum Messen, Steuern und Regeln der Maschinen brauche ich Mathe- und Physikkenntnisse.
planet-beruf.de: Hast du in deinem Beruf auch mit Menschen zu tun?
Svenja: Ja, es besuchen uns sehr oft Kunden, um zu überprüfen, wie ihr Produkt hergestellt wird und ob es so aussieht, wie sie es sich vorstellen. Und natürlich komme ich täglich mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten zusammen.

- Die Heißprägefolien werden in großen Maschinen bedruckt.
planet-beruf.de: Du bist jetzt im ersten Ausbildungsjahr. Hast du schon Pläne für deine berufliche Zukunft?
Svenja: Geplant habe ich noch nichts. Aber ich weiß schon, dass ich einen Abschluss als Meisterin oder Technikerin erreichen könnte. Die Möglichkeit, mich weiterzubilden und dabei im Beruf zu bleiben, gefällt mir ganz gut.
planet-beruf.de: Würdest du deinen Beruf anderen Mädchen weiterempfehlen?
Svenja: Ja. Es sagt zwar jeder, dass das ein typischer Männerberuf ist, aber wenn man Lust drauf hat und das will, dann schafft man das auch. Der Beruf bietet außerdem viel Abwechslung und vielleicht gefällt es auch anderen Mädchen, dass man viel mit den Händen machen kann.
Heißprägefolien für Zahnpasta
Was unterscheidet eine Zahnpasta der einen Marke von der einer anderen? Ohne die Inhaltsstoffe zu kennen, ist das vor allem das Aussehen der Tube. Oder besser: der Aufdruck der Folie, den jede Tube vor dem Verkauf bekommt. Diesen Aufdruck stellen zum Beispiel Produktionsfachkräfte für Chemie her.
Sie bedrucken dazu durchsichtige Kunststofffolien, sogenannte Polyesterträger. Mit verschiedenen Lacken bilden sie unterschiedliche Farben und Schriftzüge ab. Wenn du etwas Bestimmtes kaufen willst, weißt du dank dieser Arbeit, zu welchem Produkt du greifen musst.














