Job inside: Schornsteinfeger/in
Zwischen Dächern, Kaminen und ungewöhnlichen Herausforderungen
Hoch hinaus!
Schornsteinfeger bringen Glück. Heißt es jedenfalls. Bewiesen ist es nicht. Viel sicherer ist da schon, dass Schornsteinfeger von ihrer Arbeit spannende Dinge erzählen können. So wie Patrick Lang. Der 17-Jährige ist Auszubildender zum Schornsteinfeger. Er hat seinen Lehrberuf als anspruchsvolles Handwerk kennen gelernt - fachlich, technisch und konditionell.

- Patrick Lang am Beginn seines Arbeitstages. Was er zum Arbeiten braucht, hat er im Lieferwagen immer dabei.
planet-beruf.de: Wie hast du gemerkt, dass du Schornsteinfeger werden willst?
Patrick: Ich hab erst zwei Praktika in ganz anderen Bereichen gemacht. Eines in einer IT-Abteilung, ein anderes als Technischer Zeichner in einem Bauunternehmen für Krankenhäuser. Dann habe ich ein Praktikum als Schornsteinfeger gemacht und sofort gewusst, dass ich das machen will.
planet-beruf.de: Was gefällt dir denn am Schornsteinfeger-Handwerk so?
Patrick: Mir gefällt das Gesamtpaket: dass man viel mit Leuten zu tun hat, dass die Arbeit nicht gleichförmig ist - jeder Kamin ist anders -, dass man etwas für die Sicherheit der Menschen tun kann, durch Brandschutz, und dass man etwas zum Umweltschutz beitragen kann, wenn man zum Beispiel Heizungen so einstellt, dass sie keine schädlichen Stoffe in die Luft blasen.

- Patrick kehrt einen Kamin vom Speicher aus.
planet-beruf.de: Gibt es auch unangenehme Seiten an dem Beruf?
Patrick: Ja, Räucherkammern! Da ist es dreckiger als in "normalen" Kaminen, das Kehren dauert länger und man hat noch 3 Tage nachher den Räuchergeruch in der Nase. Und Regen! Draußen auf dem Dach ist es bei Regen nicht so gemütlich.
planet-beruf.de: Und was ist mit dem ganzen Dreck, Staub und Ruß?
Patrick: Das mit dem dreckig werden, macht mir nichts aus. Klar sagen viele: Und dafür hast du Realschule gemacht! Aber ich finde den Beruf schön, auch wenn man sich dabei schmutzig macht.




