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Veröffentlicht am
18.03.2009
http://213.241.148.228/Job-inside-Sozialpa.6844.0.html?&type=17

Job inside: Sozialpädagogische/r Assistent/in / Kinderpfleger/in

(K)Ein Kinderspiel

Als angehender Kinderpfleger kümmert sich Benedikt mit viel Geduld um zurückhaltende wie lebhafte Kinder und lernt, wie man sie im Alltag betreut und erzieht. Im Interview erzählt der 17-Jährige von seinem Ausbildungsalltag.

Benedikt, Auszubildender zum Kinderpfleger
Privat
Benedikt macht in Aachen eine Ausbildung zum Kinderpfleger.

planet-beruf.de: Benedikt, wieso willst du Kinderpfleger werden?

Benedikt: Ich arbeite gerne mit Kindern. Im neunten und zehnten Schuljahr habe ich eine Arbeitsgemeinschaft für Jugendliche zwischen zwölf und 14 Jahren geleitet. Zuhause habe ich meiner Mutter geholfen, meinen Neffen großzuziehen. Er wohnt bei uns, seit er drei Monate alt ist. Zurzeit gehe ich jeden Dienstag für zwei Stunden in meine alte Schule. Dort turne ich mit den Fünftklässlern und helfe der Sportlehrerin, dass sich die Schüler benehmen. Da fühle ich mich manchmal wie ein Löwenbändiger.

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planet-beruf.de: Welche Altersgruppe liegt dir mehr, Kinder oder Jugendliche?

Benedikt: Ich gehe lieber mit Älteren um. Aber momentan kümmere ich mich in meiner Ausbildung um Zwei- bis Sechsjährige. Bei meinem letzten Praktikum habe ich 19 Monate alte Zwillinge betreut. Das war eine gute Erfahrung für mich. Denn um mit älteren Kindern richtig umgehen zu können, musste ich erst lernen, die Kleinen zu verstehen. So lernt man, wie sich ein Mensch entwickelt.

planet-beruf.de: Welche Fähigkeiten sollten Jugendliche mitbringen, die sich für deinen Beruf interessieren?

Benedikt: Wer den Beruf lernen will, sollte ein guter Schüler sein und soziale Kompetenzen mitbringen. Er sollte viel Geduld und Spaß am Umgang mit Kindern haben. Man muss natürlich auch gerne reden und den Kindern und Eltern Dinge erklären können.

Kinderpflegerin beim Spiel mit ihren Schützlingen
Ob beim Spielen oder im Straßenverkehr:
Kinderpflegerin führt eine Gruppe Kinder über eine Straße
Als Kinderpfleger/in darf man die Kleinen nie aus den Augen lassen.

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planet-beruf.de: Wie gehst du mit Kindern um, die ihren ersten Tag in der Gruppe verbringen, weinen und zu ihren Eltern zurück möchten?

Benedikt: Ich kümmere mich besonders um sie, spreche mit ihnen, biete ihnen etwas zu essen an oder zeige ihnen die Einrichtung und das Spielzeug. Nach einiger Zeit gewöhnen sich die Kinder dann an den Kindergarten.

planet-beruf.de: Lernst du an der Berufsfachschule, wie du in solchen Situationen reagieren kannst?

Benedikt:
Ja, dort lerne ich momentan, wie man ein Kind ernähren und pflegen muss und wie man mit ihm spielt - alles, was man auch im alltäglichen Leben braucht, wenn man selbst ein Kind bekommt.

planet-beruf.de:
In deinem Beruf arbeiten mehr Frauen als Männer. Wie kommst du damit zurecht?

Benedikt: Bei mir in der Berufsfachschulklasse sind es 20 Mädchen und fünf bis sechs Jungen. Das ist eine Umstellung zur Schule. Aber ich kann konzentrierter arbeiten, wenn ich nicht so viele Jungen um mich habe. Da fällt es schwerer, Blödsinn zu bauen. Sonst habe ich keinen Unterschied festgestellt. Für einen Jungen ist es natürlich lustig, wenn viele Mädchen da sind.

planet-beruf.de: Vielen Dank für das Gespräch, Benedikt.

Das wichtigste zum Beruf in Kürze

Berufsbezeichnung: Je nach Bundesland kann die Abschlussbezeichnung Kinderpfleger/in oder Sozialpädagogische/r Assistent/in heißen.
Tätigkeiten: Du unterstützt sozialpädagogische Fachkräfte oder Kinderkrankenpflegekräfte dabei, vor allem Kleinkinder und Säuglinge zu betreuen.
Ausbildungsform: Du machst eine schulische Berufsausbildung: Du lernst den Beruf an Berufsfachschulen, in Berufskollegs oder an anderen Bildungseinrichtungen.
Dauer: Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre.
Zugangsvoraussetzungen: Je nach Bundesland wird entweder der Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.
Arbeitsorte: Du arbeitest in Kindergärten, -krippen und -heimen. Ebenso werden Kinderpfleger/innen unter anderem in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, in Kinderkliniken oder bei ambulanten Diensten eingesetzt.
Nach der Ausbildung: Du kannst z.B. die Prüfung als Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in ablegen.

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