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Veröffentlicht am
20.01.2010
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Job inside: Umweltschutztechnische/r Assistent/in

Auf der Jagd nach den Schadstoffen

Umweltschädigende und giftige Stoffe gibt es überall: z.B. im Boden, in der Luft und im Wasser. Wie man diese Schadstoffe erkennen und was man gegen sie tun kann, lernt Julian in der Ausbildung als Umweltschutztechnischer Assistent.

Julian prüft die Qualität einer Wasserprobe im Labor.
Privat
In seinem Beruf verbringt Julian viel Zeit im Labor.

Im Schülerlabor der Berufsqualifizierenden Berufsfachschule in Leer herrscht Stille. Konzentriert beugen sich die Schülerinnen und Schüler über Bechergläser voller Salzwasser. Einige von ihnen halten pH-Messgeräte in die Flüssigkeit und prüfen, ob die Proben sauer oder basisch sind.

Mit dem Mittleren Bildungsabschluss in die Ausbildung

Einer der Schüler ist Julian. Nach dem Hauptschulabschluss erwarb er zusätzlich einen Mittleren Bildungsabschluss. "Ohne diesen Abschluss hätte ich die Ausbildung nicht beginnen können", sagt er. Auch über das zusätzliche Wissen, das er sich in den naturwissenschaftlichen Fächern aneignen konnte, ist er froh. Denn neben der Praxis im Labor beschäftigt sich der Schüler auch theoretisch mit Biologie, Chemie und Mathe. Zusätzlich hat er z.B. Unterricht in Umweltkunde und Umweltrecht.

Fachleute im Umweltschutz sind gefragt

Ein umweltschutztechnischer Assistent überprüft die Wasserqualität eines Schwimmbades.
Die Wasserqualität in Bädern muss stimmen. Das messen und untersuchen Umweltschutztechnische Assistenten und Assistentinnen.

Nach seinem Abschluss stehen Julian viele berufliche Einsatzorte offen: Er könnte etwa in der medizinischen Forschung, in der Wasserversorgung, der Abfallwirtschaft oder bei einer Umweltschutzbehörde arbeiten. Um das jeweils passende Tätigkeitsfeld zu finden, absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein mehrmonatiges Praktikum in regionalen Betrieben.

Julian will später in der Fischereiwirtschaft arbeiten. Der 18-Jährige interessiert sich besonders für das Element Wasser. Als Mitglied im Angelverein nimmt er regelmäßig an Reinigungsaktionen teil und sammelt Abfall an Uferzonen und in Gewässern ein. "Früher habe ich mir keine Gedanken gemacht, welche Auswirkungen der Abfall auf die Natur haben kann", erinnert sich Julian.

"Durch meine Ausbildung kenne ich mich im Gewässerschutz aus. Wenn ich beispielsweise einen Ölkanister an der Oberfläche schwimmen sehe, weiß ich inzwischen, wie Öl das Wasser dauerhaft verunreinigen und die Lebewesen darin schädigen kann und hole ihn deshalb raus."

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