Kooperationen planen
Kooperationen mit der Wirtschaft
Kooperationen zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen werden immer häufiger gepflegt. Denn beide Seiten können von einer Zusammenarbeit profitieren - wenn Ziele und Inhalte sorgfältig bedacht werden.

- Kooperationen sind ein kluger Schachzug. Sie bringen Schüler/innen in eine bessere Ausgangslage auf dem Arbeitsmarkt.
Warum kooperieren?
Die ständig größer werdende Zahl von kooperierenden Schulen spricht für sich. Überall im Bundesgebiet wurde entdeckt, dass Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen nicht nur Mehrarbeit bedeuten, sondern auch Erfolge bringen. Die Vermittlungsquoten in Reverenzschulen haben gezeigt, dass Lernpartnerschaften den Übergang der Schüler/innen von der Schule ins Berufsleben erheblich verbessern können.
Dies liegt vor allem am praktischen Know-how, das Betriebe mit in die Partnerschaft einbringen. Firmen, die in Kooperation mit einer Schule stehen, können Qualifikationsdefizite und -bedarfe, die sie bei Auszubildenden feststellen, an die Schule weitergeben. So kann die Berufsorientierung an der Schule gezielt darauf abgestimmt werden.
Die Mitarbeit eines Betriebes bei der Berufsorientierung veranschaulicht außerdem den Praxisbezug des Lernstoffes. Schüler/innen sehen das Ziel ihrer Bemühungen deutlicher, sind dadurch motivierter und bereit, mehr für eine erfolgreiche Zukunft zu leisten.
Wie kooperieren?
Kooperationen erfordern den Einsatz wirksamer Aktionen und Unterrichtsbausteine. Diese sollten Ideen beider Partner beinhalten. Bevor ein Schuljahr beginnt, sollten deshalb Vertreter der Schule und der Firma festlegen, welche Themen die Lernpartnerschaft aufgreifen will und wie diese umgesetzt werden können.
Bei der Realisierung der Unterrichtseinheiten spielt nicht nur die Kreativität eine Rolle. Es können nur Bausteine entwickelt werden, die sowohl vorhandene Kompetenzen als auch Zeit- und Personalplanung von Schule und Betrieb berücksichtigen.
Ziele und Lehrbausteine entwickeln
Bei der Formulierung der Inhalte von Bausteinen können als Ziele berücksichtigt werden:
- mehr praktisches Wissen über Berufsalltag und Berufe vermitteln
- Persönlichkeitsentwicklung anregen
- Integrationsfähigkeit schulen
- festgestellten Defiziten entgegenwirken
Beispiele für die Gestaltung von Unterrichtseinheiten:
- Trainingseinheiten / Experten-Coachings (z.B. für Bewerbung und Vorstellungsgespräch)
- Schulprojekte (z.B. zur Förderung von Soft Skills)
- Unterricht im Betrieb / Betriebsvertreter/innen als Lehrkräfte
- Schüler-Experten-Gespräche
Beispiele für praxisorientierte Einheiten zum Erleben wirtschaftlicher Zusammenhänge und Kennenlernen des Berufsalltags im Betrieb:
- Betriebserkundungen
- Betriebsbesichtigungen
- Praktika
- Expertenberichte über den Beruf und seine Anforderungen
Beispiele für Informationsvermittlung an Dritte:
- Informationsabende für Eltern und Schüler
- Eltern-Unternehmer-Gespräche














