Landschaftsgärtner-Cup 2008
"Nur die Harten kommen in den Garten"
Es wurde gehämmert, gesägt und gegraben. Zwei Tage lang kämpften Deutschlands angehende Gärtner/innen für Garten- und Landschaftsbau um den Meistertitel.

- 14 Stunden Arbeit liegen hinter ihm: Martin ist erschöpft, aber zufrieden mit seinem Garten.
Martin kann aufatmen. Nach 14 Stunden Arbeit hat es der Auszubildende zum Gärtner für Garten- und Landschaftsbau geschafft: Sein 4 mal 4 Meter großer Garten ist fertig. Innerhalb von zwei Tagen hat er ein Holzdeck erstellt, eine Sandsteinmauer errichtet, Pflastersteine verlegt und Blumen und Büsche gepflanzt. Genau so, wie es im Gestaltungsplan für den Landschaftsgärtner-Cup 2008 vorgegeben war.
Der Wettbewerb
Zusammen mit Martin Vollmer nahmen 23 weitere Auszubildende an der deutschen Meisterschaft der Landschaftsgärtner in Nürnberg teil. Sie alle sind bereits Landesmeister in ihrem Bundesland. Um den gesamtdeutschen Wettbewerb zu gewinnen, mussten sie auf den Zentimeter genau arbeiten. Neben der sorgfältig gestalteten Gartenanlage bewertete die Jury auch Teamwork, Arbeitssicherheit, Sauberkeit auf der Baustelle und den Umgang mit dem Baumaterial. Die Sieger dürfen im kommenden Jahr an der internationalen Berufsweltmeisterschaft "World Skills" in Kanada teilnehmen.
Martin hat sich allein durchgekämpft
Nach dem Wettbewerb ist Martin k.o. Anders als die übrigen 11 Teams, die jeweils zu zweit angetreten sind, musste er am zweiten Wettkampftag ganz alleine zupacken. Denn sein Teampartner ist über Nacht krank geworden. Aufgeben wollte er aber nicht: "Das ist ja blöd, wenn man mittendrin aufhört." Ein bisschen niedergeschlagen fühlt er sich trotzdem: "Ich bin schon enttäuscht, dass ich nicht unter den vorderen Platzierungen bin. Es ist klar, dass ich Letzter werde. Aber ich bin glücklich, dass ich alles allein fertig gekriegt hab." Der 19-Jährige, der für den Berufsverband Rheinland-Pfalz und Saarland angetreten ist, nickt zufrieden.
Mitmachen lohnt sich
Martins Anstrengung hat sich dennoch gelohnt. Den Landschaftsgärtner-Cup haben zwar andere gewonnen, doch dafür erhielt der Azubi im 3. Ausbildungsjahr den Sonderpreis "Nur die Harten kommen in den Garten" und ein großes Lob vom Juryvorsitzenden Martin Gaissmaier. Der ist stolz auf den 19-Jährigen und die übrigen Teilnehmer: "Die Auszubildenden werden durch den Wettbewerb selbstbewusster und verbessern ihre gestalterischen und handwerklichen Fähigkeiten." Auch für Martin Vollmer war die Teilnahme am Wettbewerb mehr als eine schöne Erfahrung: "Wenn man bei der deutschen Meisterschaft dabei war, kommt das auch gut bei zukünftigen Arbeitgebern an."








