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Veröffentlicht am
28.09.2011
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MINT-Ausbildungsberuf: Industriemechaniker/in

Am Steuer der Maschinen

Große Maschinen sind Lenas Welt. Die 18-Jährige lernt nach ihrem mittleren Bildungsabschluss Industriemechanikerin bei Federal Mogul. Dort programmiert und wartet sie Maschinen, in denen Kolben für Motoren gefertigt werden.

Eine Auszubildende mit Schutzbrille vor einer Schaltvorrichtung.
Für ihre Arbeit brauchen Industriemechaniker/innen auch technisches Verständnis.

Lenas Arbeitsplatz ist eine Musterstraße für Prototypen in einer Produktionshalle. Die 18-Jährige arbeitet dort unter anderem an einer CNC-Drehmaschine, in der Kolben für Motoren drei Einkerbungen, sogenannte Nuten, erhalten.

Lenas Aufgabe ist es, die Maschine so zu programmieren, dass sie die Nuten an der richtigen Stelle in den Kolben sticht. Sie erhält dazu eine technische Zeichnung, auf der Ort und Tiefe der Nuten verzeichnet sind. Diesen Plan "übersetzt" Lena in eine spezielle CNC-Schrift, die die Maschine lesen kann. Dann macht sie einen Probedurchgang. Das fertige Werkstück bringt sie anschließend zur Kontrolle in den Feinmessraum. Passt dort alles, kommt der Kolben zur Freigabe zum Chef.

Eine Auszubildende mit Schutzbrille vor einer Maschine.
Computer, Handarbeit und Schutzbrille - das alles gehört zum Beruf Industriemechaniker/in.

"Wenn er sein OK gibt, produziere ich alle Kolben", sagt Lena. Bei technischen Problemen mit der Maschine ist sie ebenso die richtige Ansprechpartnerin und nimmt Wartungsarbeiten und kleinere Reparaturen selbst in die Hand.

Ausprobieren, was andere Mädchen nicht machen

Dass sie einmal einen technischen Beruf ergreifen würde, hatte Lena zunächst nicht gedacht. "Lange Zeit wollte ich Physiotherapeutin werden", gesteht die 18-Jährige. Doch der Berufswunsch zerschlug sich, weil sie nicht das vorgeschriebene Alter hatte. "Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen", erzählt sie.

Verwandte, die als Industriemechaniker arbeiten, schlugen ihr diesen Beruf vor. Lena griff den Vorschlag auf und absolvierte ein Praktikum. "Ich wollte unbedingt etwas anderes ausprobieren als das, was andere Mädels machen", sagt sie. Heute ist sie froh über ihre Entscheidung. Sie hat eine verantwortungsvolle Aufgabe und verdient nicht schlecht. "Das ist definitiv ein Vorteil gegenüber anderen Berufen", sagt sie.

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In zwei Schritten zum Wunschberuf

Technische Zeichnungen lesen, Einstellungen berechnen, CNC-Maschinen programmieren - Lena hatte vor diesen Aufgaben so großen Respekt, dass sie erst einmal eine zweijährige Ausbildung zur Maschinen- und Anlagenführerin gemacht hat. Nach dem Abschluss konnte sie gleich weitermachen zur Industriemechanikerin. Bis zur Gesellenprüfung muss sie nur noch 1,5 Jahre dranhängen.

Inzwischen ist sie längst auch fit in den mathematischen Aufgaben. "Und das, obwohl ich in Mathe nie eine Musterschülerin war", lächelt Lena. Doch sie versteht, worum es geht, und kann Berechnungen dadurch leichter anstellen.

Eine Auszubildende bedient eine Maschine.
Industriemechaniker/innen steuern Maschinen mit Computern.

Ein Beruf zum Weiterempfehlen

Nach allem, was Lena inzwischen über ihren Beruf weiß, kann sie ihn nur weiterempfehlen: "Mädchen sollten dem Beruf eine Chance geben und ihn im Praktikum kennenlernen", sagt sie. Denn neben den Aufgaben sind auch die Aufstiegschancen gut.

"Ich will noch zwei bis drei Jahre arbeiten und dann weiter auf die Schule", erläutert Lena ihre Pläne. "Mein Ziel ist, zu studieren und Ingenieurin zu werden."

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Alles aus der Maschine

Viele Dinge unseres täglichen Lebens brauchen wir in so großer Zahl, dass sie nicht mehr einzeln hergestellt werden, sondern am laufenden Band. Das heißt, sie werden industriell von großen Maschinen in Massen gefertigt. Das gilt z.B. für Besteck, für deinen Lieblingskugelschreiber und für Autoteile.

 

Die Maschinen werden von Industriemechanikerinnen und Industriemechanikern programmiert und repariert. Damit sind sie direkt daran beteiligt, dass andere essen, schreiben oder Auto fahren können.

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Stand: 01.02.2012
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