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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Mein erster Blockunterricht

"Im Blockunterricht habe ich viel Neues erlebt"

Sebastian und Tobias sind in der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker. Ihr Berufsschulunterricht findet blockweise statt, in der bundesoffenen Berufsschule für Hörgeräteakustiker in Lübeck. Alle Auszubildenden des Berufes in Deutschland kommen acht Mal während der Ausbildung hierher.  

Mehrere Jugendliche sitzen in einem Klassenzimmer und lernen.
Manchmal müssen Auszubildende für die Berufsschule an einen anderen Ort fahren.

Für die Berufsschule an einen anderen Ort fahren - Sebastian und Tobias haben das in den letzten drei Jahren acht Mal getan. Acht Mal hieß das, Abschied von Freundin und Freunden nehmen und dem Fußballverein untreu werden. Acht Mal entdeckten sie aber auch eine neue Stadt und lernten nette Leute kennen.  

Günstig wohnen

Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und Berufsschulen unterhalten häufig Internate, in denen Blockschüler/innen wohnen können. Günstige Zimmer bieten auch Jugendwohnheime.

Training in Sachen Selbstständigkeit

Sebastian und Tobias reisen zum Blockunterricht allein an - früher mit dem Zug, inzwischen mit dem eigenen Auto. Sebastian aus Bonn, Tobias aus Cottbus. In Lübeck wartet dann das Mehrbettzimmer im Internat auf sie. "Die Wohngelegenheit befindet sich auf dem gleichen Campus wie die Schule und wurde direkt durch diese vermittelt", sagt Sebastian. "Das war sehr einfach."

Eine Herausforderung ist allerdings das gemeinsame Wohnen. "Ich war es nicht gewohnt, mit Menschen außerhalb der Familie so nah zusammen zu leben", sagt Sebastian. "Aber ich habe dadurch gelernt, Rücksicht zu nehmen, tolerant zu sein und keine Vorurteile zu haben."

Sebastian und Tobias sitzen in einem Computerraum und lernen.
Privat
Für Sebastian (links) und Tobias hat der Blockunterricht auch Vorteile - z.B. Lernen ohne Ablenkung.

Geld spielt keine Rolle

Kochen müssen die beiden nicht selbst. "Wir können Frühstück, Mittagessen und Abendbrot in der Mensa essen", sagt Tobias. Das Essen müssen sie zwar bezahlen. "Aber dafür übernehmen Betrieb und Bundesland die Kosten für die An- und Abreise und für das Zimmer", sagt Sebastian. Der Berufsschulbesuch in Lübeck ist für die beiden damit nicht teurer als wenn die Berufsschule am Ort wäre.

Lernen ohne Ablenkung

Blockunterricht weit weg von zu Hause hat sogar einen Vorteil, meinen Tobias und Sebastian. "Wir können uns hier ganz aufs Lernen konzentrieren und zu Hause ganz auf die praktische Ausbildung", sagt Sebastian. Und Tobias ergänzt: "Ich habe hier Zeit, mich gründlich auf die Prüfungen vorzubereiten. Hätte ich neben der Arbeit wöchentlich zwei Tage Berufsschule, wäre ich wohl zu faul noch was zu lernen."

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Stand: 30.06.2010
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