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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Mit BvB ans Ziel

Die Chance nutzen

Das Lernen fällt dem 16-jährigen Frank nicht leicht. Deshalb hat er die Schule auch ohne Abschluss verlassen. In einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme hat er seine Vorliebe für das Kochen entdeckt. Nun macht er eine Ausbildung zum Beikoch.

Frank steht in der Küche und richtet eine Platte mit Speisen an.
Privat
Frank macht eine Ausbildung zum Beikoch.

Für Jugendliche wie Frank ist die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme eine gute Möglichkeit, einen Fuß ins Berufsleben zu setzen.

Nach der 9. Klasse musste er aufgrund von Lernschwierigkeiten die Schule abbrechen. Frank hat ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom, und kann sich nicht lange konzentrieren.

"In der Schule bin ich einfach nicht mehr mitgekommen", erinnert er sich. Seine Berufsberaterin meldete ihn dann für die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme am Berufsbildungszentrum (BBZ) Augsburg an.

Erst BvB - dann Ausbildung

In der BvB erhielt er Unterstützung bei der beruflichen Orientierung: "Die verschiedenen beruflichen Bereiche lernt man genauer kennen und testet, was zu einem passt", erklärt Frank.

Schon während seiner Schulzeit hatte Frank ein Praktikum in einer Küche gemacht. Das hat ihm gut gefallen. In der BvB hat er dann noch Einblick in den Beruf Maler/in und Lackierer/in bekommen. Entschieden hat sich Frank aber für den Bereich Hotel und Gaststätten. Er möchte Koch werden.

Elf Monate Unterricht und Praxis

Zwei Beiköche stehen in einer Küche und richten Speisen an.
Beiköche und Beiköchinnen bereiten z.B. Vorspeisen zu.

Nach der einmonatigen Eignungsanalyse stand neben Bewerbungstraining und Berufsorientierung auch der Erwerb beruflicher Grundfertigkeiten auf dem Stundenplan. Er besuchte dafür zweimal pro Woche den Unterricht in der Berufsschule und im BBZ. Dazu kamen noch die fachpraktischen Abschnitte.

Insgesamt dauerte seine BvB elf Monate. Damit hatte er die Voraussetzung, um eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) anzufangen.

Begleitung beim Übergang in die Ausbildung

Seit September 2010 absolviert Frank eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berufsbildungszentrum haben sich dafür eingesetzt, dass ich in einer Kantine eine Ausbildung zum Beikoch machen kann", erzählt er. Nun lernt Frank beispielsweise, wie man Salate oder Vorspeisen zubereitet und ausgebildeten Köchinnen und Köchen zuarbeitet. Seine Hilfe und sein Wissen als Beikoch sind gefragt: Nach dem Ausbildungsabschluss hat er Chancen, in einer Kantine oder Gaststätte zu arbeiten.

Die BvB hat sich also gelohnt, findet Frank: "Hier haben Jugendliche, die in einer ähnlichen Situation wie ich sind, die Chance, an einen Ausbildungsplatz zu kommen. Allein hätte ich mich damit schwer getan."

ADHS

ADHS (abgekürzt für Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom) ist eine psychische Störung. Die Kinder und Jugendlichen, die daran leiden, haben Probleme ihre Aufmerksamkeit länger auf etwas zu richten, sie sind schnell abgelenkt und oft zappelig.

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Stand: 12.01.2011
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