Neue und geänderte Ausbildungen 2011
Neu geordnet: Ausbildungsberufe 2011
Zum 1. August 2011 werden wieder mehrere anerkannte Ausbildungsberufe den Anforderungen der modernen Arbeitswelt angepasst. Was sich ändert, erfährst du hier.
Neue Fachrichtungen

- Der Beruf "Technische/r Systemplaner/in" mit drei Fachrichtungen ersetzt den Beruf "Technische/r Zeichner/in".
Neue Fachrichtungen erhalten drei Berufe: Der/die "Technische/r Zeichner/in" heißt ab 01.08.2011 "Technische/r Systemplaner/in". Er wird ab dann in den Fachrichtungen "Versorgungs- und Ausrüstungstechnik", "Stahl- und Metallbautechnik" sowie "Elektrotechnische Systeme" ausgebildet.
Der Beruf "Technische/r Produktdesigner/in" erhält die Fachrichtungen "Produktgestaltung und -konstruktion" und "Maschinen- und Anlagenkonstruktion". Die Ausbildung zum/zur "Bootsbauer/in" wird künftig in den Fachrichtungen "Technik" und "Neu-, Aus- und Umbau" angeboten.
Vervielfältigt und zusammengefasst
Aus dem Beruf "Buchbinder/in" werden künftig zwei: "Buchbinder/in (Handwerk)" und "Medientechnologe/-technologin Druckverarbeitung".
Die Ausbildungsberufe "Sticker/in", "Stricker/in" und "Weber/in" dagegen werden im dreijährigen Ausbildungsberuf "Textilgestalter/in im Handwerk" zusammengefasst. Dieser wird in sechs Fachrichtungen ausgebildet.
Ein neuer Ausbildungsberuf entsteht
Jedes Jahr werden neue Ausbildungsberufe entwickelt oder bestehende modernisiert. Zuständig für die Erarbeitung neuer Berufe ist das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) - in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Über die neue Ausbildungsordnung entscheidet das zuständige Bundesministerium in Absprache mit den Ländern. Die Kultusministerien der Länder sind für die Erstellung des Rahmenlehrplans zuständig.
Wahlqualifikationen für flexible Berufsprofile
Im Beruf "Buchhändler/in" werden die drei Schwerpunkte Sortiment, Verlag und Antiquariat aufgelöst und in Wahlqualifikationseinheiten überführt; neu wählbar werden zukünftig Einheiten z.B. zu E-Business und Warengruppen sein.
Wahlqualifikationseinheiten, mit denen sich Auszubildende genau auf die Ausrichtung ihres Ausbildungsbetriebes spezialisieren können, wird es auch in folgenden Berufen geben: "Medientechnologe/-technologin Druck" (bisher "Drucker/in"), "Medientechnologe/-technologin Siebdruck" (bisher "Siebdrucker/in"), "Packmitteltechnologe/-technologin" (bisher "Verpackungsmittelmechaniker/in") und "Tourismuskaufmann/-frau (Privat- und Geschäftsreisen)" (bisher "Reiseverkehrskaufmann/-frau").
Die Tourismuskaufleute können während der Ausbildung auch Zusatzqualifikationen belegen, um ihr Berufsprofil über die verpflichtenden Ausbildungsinhalte hinaus zu erweitern.

- Die "Fachkraft für Lederverarbeitung" löst den Beruf "Schuh- und Lederwarenstepper/in" ab.
Neue Techniken & neue Produktionsbereiche
Im Beruf "Augenoptiker/in" fallen einige handwerkliche Techniken weg. Dafür wird Wissen für den Kundenkontakt vermittelt. Mit der Erneuerung des Berufes "Schifffahrtskaufmann/-frau" können jetzt auch Betriebe, die nichts mit Containerverkehr zu tun haben, leichter ausbilden.
Der Ausbildungsberuf "Flexograf/in" wird in "Mediengestalter/in Flexografie" umbenannt. Die Ausbildung bereitet jetzt auch auf Entwurf und Gestaltung von Produkten vor, die keine Stempel oder Flexodruckplatten sind. Der Beruf "Schuh- und Lederwarenstepper/in" wird als "Fachkraft für Lederverarbeitung" ganz neu aufgelegt. Er gilt für die Ausbildung in allen lederverarbeitenden Produktionsbereichen.













