Reportage: Ausbildungsmessen
Ein Tag auf der Ausbildungsmesse Hof
Pluspunkte für die Bewerbung
Weitere Beiträge:
Was ist dran am Praktikum?
Die Eintrittskarte in den Betrieb: Tipps von der Berufsberaterin
Seit 2002 findet in Hof jährlich eine Ausbildungsmesse statt. Heuer kamen über 60 Ausbildungsbetriebe aus der Region, um Jugendliche über ihr Ausbildungsangebot zu informieren. Johannes und Katrin waren dabei.
Die Messe in Hof startet Samstagmorgen um 9 Uhr. Das ist früh. Aber Katrin und Johannes sind fast gleich zu Beginn mit am Start. Denn die Messe dauert nur fünf Stunden.
Mit jedem der über 60 anwesenden Ausbildungsbetriebe können sie sich in der kurzen Zeit nicht beschäftigen. Sie haben sich deshalb im Internet angesehen, welche Firmen sich auf der Messe vorstellen. Dann haben sie diejenigen ausgewählt, die ihre Wunschberufe ausbilden. Bei diesen wollen sie nun Fragen zum Berufsalltag stellen.

-
RaumedicFragen ausdrücklich erwünscht! Auf Ausbildungsmessen informieren Personaler wie Tina Vogler (rechts) von Raumedic Schüler/innen und Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen.
Von Schnuppern bis Bewerben ist alles möglich
Die Messe mit einem festen Ziel anzugehen, ist gut, aber keine Pflicht. Es kommt darauf an, was du von der Messe erwartest. Du kannst erstmal nur schnuppern und dich über Berufe informieren, du kannst die Messe aber auch als Sprungbrett in eine Ausbildung benutzen. Dabei gilt: Je höher das Ziel, desto besser sollte die Vorbereitung sein. Denn eine intensive Vorbereitung kommt bei Ausbildern gut an. Guido Baumgärtner von der Personalabteilung der Sandler AG weiß: "Ein gut vorbereiteter Schüler hinterlässt meist einen positiven Ersteindruck und steigert die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch."
Ins Gespräch kommen ist wichtig

-
Sandler AGGuido Baumgärtner von der Sandler AG: "Wir sehen es als Selbstverständlichkeit an, junge Menschen über unsere Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren."
Katrin und Johannes streifen derweil schon durch den Messeraum. Sie machen an verschiedenen Firmenständen halt, betrachten die Angebote, schauen sich Broschüren an und lassen sich informieren. Dabei gehen sie meistens auf Azubis zu, die als "Eisbrecher" bei jeder Firma mit am Stand sind. Denn Thomas Weinhold von Gealan und seine Kollegen aus anderen Firmen wissen: "Es ist oft nicht ganz leicht, mit uns Älteren ins Gespräch zu kommen. Die Jugendlichen fragen lieber Gleichaltrige. Die können dann auch gleich erzählen, was sie so machen und wie es ihnen gefällt."
Wichtig ist ja, dass die Jugendlichen überhaupt über ihren Schatten springen und das Gespräch suchen. Denn das Gespräch ist wichtig: "Wir können im Vorgespräch viel klären", sagt Tina Vogler, Personalerin bei Raumedic. "Wir können Interessierten zum Beispiel Schnupperpraktika anbieten. So können sie sehen, ob der Beruf tatsächlich etwas für sie ist. Das hilft uns und den Bewerbern sehr."
Viele Infos, nette Gespräche
Es ist fast 12 Uhr. Die Messe dauert noch zwei Stunden. Aber Katrin und Johannes haben schon genug erfahren. Und sie finden: Der Messebesuch war prima. "Die Leute von den Betrieben waren total nett. Ich weiß jetzt alles über die Ausbildung als Industriekauffrau", sagt Katrin. Johannes ist auch zufrieden: "Ich kenne jetzt zwei Betriebe, bei denen ich mir vorstellen könnte, eine Ausbildung zu machen."














