Selbstorganisation: Tipps vom Ausbilder
Selbstorganisation kann man lernen
Wenn man die Schule beendet hat und eine Ausbildung beginnt, fängt ein neuer Lebensabschnitt an. Doch trotz jeder Menge neuer Aufgaben besteht kein Grund zur Panik …

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Festo DidacticStefan Dietl steht seinen Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite.
Das meint zumindest Stefan Dietl, der seit über 10 Jahren mit Auszubildenden bei der Festo Didactic arbeitet. Er ist der festen Überzeugung, dass man Selbstorganisation lernen kann und somit in neue Aufgaben hineinwächst: "Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man das Ganze als Prozess sieht."
Auf neue Aufgaben vorbereitet wird man bei Festo Didactic schon vor Beginn der Ausbildung: "Wir laden die zukünftigen Auszubildenden zu EDV-Kursen sowie Sprach- und Technik-Trainings ein. Natürlich geschieht dies auf freiwilliger Basis, aber die Teilnehmerquote ist doch erfreulich hoch."
Schritt für Schritt zum selbstständigen Arbeiten
"Während der Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Abteilungen. Dann dürfen sie auch - eigentlich in nahezu allen Berufsgruppen - selbstständig in Projekten arbeiten."
Allein gelassen werden die Auszubildenden auf ihrem Weg zum selbstständigen Arbeiten nicht: "Nach acht Wochen bieten wir ein Seminar an. Das sind die Festo Jugendtage. Dort besprechen wir auch das Thema Projektarbeit: Wie gehen wir bei Projekten vor? Wie organisiere ich meine Zeit? Nach welchen Kriterien plane ich meinen Arbeitstag? Welche Aufgaben muss ich zuerst angehen?"
Gut organisiert!
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Selbstorganisation ist Typsache
Wie man am besten plant, ist ganz unterschiedlich. Ein Patentrezept gibt es nicht. Deshalb wird während der Festo Jugendtage ein Persönlichkeitsmodell besprochen und eine kleine "Typenanalyse" durchgeführt. So können die Auszubildenden sich selbst und ihre Arbeitsweise besser kennen lernen: "Wenn ich weiß, ich bin eher jemand, der den Tag nicht plant, eher ein spontaner kreativer Typ, dann muss man eben lernen, wie man eine detaillierte Planung vornimmt. Wenn ich dagegen ein Typ bin, der alles sehr genau wissen will und der sehr genau plant, dann muss ich mir auch mal zehn Minuten Zeit eingestehen, für den Fall, dass ich mich mal nicht konzentrieren kann."
Fest steht: "Es gibt kein Besser oder Schlechter, sondern ein Anders und genau das Andere ist dann wieder das, was uns gedanklich befruchtet und nach vorne bringt."
Tipps zur Selbstorganisation
- Schreib dir eine To-Do-Liste: Damit du den Überblick über verschiedene Aufgaben behältst, fertige dir eine Liste an, auf der alle Dinge stehen, die du erledigen musst. Sobald du etwas erledigt hast, streichst du es von der sogenannten To-Do-Liste.
- Setze Prioritäten: Die To-Do-Liste kannst du mit Prioritäten versehen. So weißt du immer, was am wichtigsten ist und welche Aufgabe du noch später erledigen kannst. Wenn du möchtest, kannst du die wichtigsten Dinge farblich markieren.
- Vermeide Unterbrechungen: Arbeite konzentriert an einer Aufgabe und lass dich dabei nicht unterbrechen. Wenn dich jemand unterbricht oder etwas fragt, bitte um etwas Geduld. Mach erst eine Sache fertig und widme dich dann aufmerksam der Person, die dich unterbrochen hat.
- Behalte den Überblick: Wichtige Dokumente - angefangen von deinen Bewerbungsunterlagen bis hin zum Ausbildungsvertrag - solltest du gut sortiert abheften. So hast du sie immer griffbereit und findest sie, ohne dabei lange suchen zu müssen.
- Nutze dein Leistungshoch: Manch einer kann besser früh am Morgen denken, manch anderer kommt erst abends in Schwung. Finde heraus, wann du dich am besten konzentrieren kannst und erledige - wenn möglich - dann deine Aufgaben.
- Schiebe Aufgaben nicht vor dir her: Wenn du Dinge vor dir her schiebst, gerätst du leicht in Zeitdruck und Stress. Pack deshalb auch Aufgaben, die du nicht besonders magst, rechtzeitig an und belohne dich, wenn du sie erledigt hast.















