Soziale Ausbildungsberufe: Heilerziehungspfleger/in
Menschen im Alltag begleiten
Menschen zu pflegen, das konnte sich Martin während seiner Schulzeit gar nicht vorstellen. Und doch kam es so. Denn im Zivildienst entdeckte er seine Freude am Umgang mit anderen Menschen. Mittlerweile arbeitet der 23-Jährige als ausgebildeter Heilerziehungspfleger.

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PrivatMartin ist gelernter Heilerziehungspfleger.
planet-beruf.de: Wie hast du festgestellt, dass der Beruf Heilerziehungspfleger zu dir passt?
Martin: Ich habe meinen Zivildienst in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung geleistet. Dort habe ich im Hausmeisterbereich gearbeitet, weil ich mir damals schwer vorstellen konnte, Menschen zu pflegen. Die Offenheit und Warmherzigkeit dieser Menschen hat mich jedoch ganz schnell begeistert.
planet-beruf.de: Was ist deine Hauptaufgabe als Heilerziehungspfleger?
Martin: Ich unterstütze Menschen mit Behinderung entsprechend ihrem Hilfebedarf und begleite sie in ihrem täglichen Leben. Das kann in den Bereichen Arbeit oder Wohnen und genauso in den Bereichen Freizeit oder Bildung sein.
planet-beruf.de: Wie hast du während der schulischen Ausbildung praktische Erfahrungen gesammelt?
Martin: Es gab drei praktische Phasen, die jeweils zwischen zehn Wochen und fünf Monaten gedauert haben. In diesen Phasen habe ich heilerziehungspflegerische Arbeitsfelder kennengelernt, z.B. die Psychiatrie für Menschen mit geistiger Behinderung.
Im letzten Praxisteil habe ich in den Niederlanden in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung mitgearbeitet.

- Den Bewohnern das Essen zu reichen, gehört zu den täglichen Aufgaben von Heilerziehungspflegern und -pflegerinnen.

- Als Heilerziehungspfleger bist du auch für die Freizeitgestaltung der Heimbewohner zuständig.
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- Heilerziehungspfleger/innen begleiten Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag.
planet-beruf.de: Deine Ausbildung hast du im Juni 2010 abgeschlossen. Wo arbeitest du jetzt?
Martin: Ich arbeite in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung, den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal. Hier unterstütze ich die Bewohnerinnen und Bewohner bei ihren alltäglichen Aufgaben. Bewohnern mit schwerer Behinderung helfe ich beim Waschen oder reiche ihnen das Essen. Wenn ich sie ins Bett oder in die Badewanne heben muss, ist das auch körperlich anstrengend. Da sind männliche Heilerziehungspfleger oft im Vorteil.
planet-beruf.de: Wie kommst du mit dem engen Kontakt zu anderen Menschen zurecht?
Martin: Das ist kein Problem für mich. In dem Beruf darf man auch keine Angst davor haben. Man sollte belastbar sein und nach der Arbeit abschalten können. Ich entspanne mich z.B. beim Joggen. Vor allem aber sollte man Freude am Umgang mit Menschen haben. Denn als Heilerziehungspfleger unterstütze ich Menschen mit Behinderung dabei, ein weitgehend normales Leben in der Gesellschaft zu führen.
So wirst du Heilerziehungspfleger/in
Je nach Bundesland werden Heilerziehungspfleger/innen in Fachschulen oder Berufskollegs aus- bzw. weitergebildet. Meistens werden ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss und zusätzlich eine abgeschlossene Ausbildung in einem für die Zielsetzung der Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf gefordert. Ob der Beruf Heilerziehungspfleger/in in deinem Bundesland ausgebildet wird und welche Voraussetzungen gelten, erfährst du bei der Berufsberatung deiner Agentur für Arbeit.
Arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung

- In Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist handwerkliches Arbeiten gefragt.
Für Menschen mit Behinderung gibt es besondere Werkstätten. Sie verpacken dort z.B. Produkte, züchten Kräuter oder stellen kleine Kunstartikel her, die dann verkauft werden. In den Werkstätten geht es technisch zu. Da werden Bohrmaschinen oder Sägen, Schweißgeräte oder Schraubautomaten bedient. Betreuer/innen, manchmal sind das auch Heilerziehungspfleger/innen, brauchen handwerkliches und technisches Wissen, um mit den Maschinen richtig umgehen zu können. Aber auch, um die Menschen mit Behinderung richtig in die Arbeit einweisen zu können.














