Soziale Ausbildungsberufe: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
"Es ist schön, Kinder gesund zu pflegen"
Der 20-jährige Florian lernt, wie man kleine Patienten betreut. Im Klinikum Fürth und an der angeschlossenen Berufsfachschule für Krankenpflege absolviert der ehemalige Realschüler eine Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.

- Kleine Patienten brauchen besondere Pflege. Bei Untersuchungen ist Florian darum sehr sorgfältig.
planet-beruf.de: Welche Aufgaben erfüllst du später als ausgelernter Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger?
Florian: Ich messe bei den kleinen Patienten Puls und Blutdruck, verabreiche ihnen Medikamente und beobachte, wie sich ihr Gesundheitszustand ändert. Wenn Untersuchungen anstehen, bringe ich die Kinder dorthin und assistiere dem Arzt oder der Ärztin. Alle meine Aufgaben dokumentiere ich danach am Computer. Außerdem teile ich Essen aus, wasche die Kinder oder unterstütze ihre Eltern dabei.
planet-beruf.de: Was musst du dafür in der Ausbildung lernen?
Florian: An der Berufsfachschule habe ich Fächer wie Anatomie, Biologie und Pharmakologie. Ich lerne die Grundlagen der Pflege kennen, zum Beispiel, wie man Babys badet und wickelt. Nach etwa einem Monat Unterricht an der Berufsfachschule arbeite ich jeweils mehrere Wochen lang auf einer Station im Krankenhaus mit.

- Arbeitsergebnisse dokumentiert Florian am PC.
planet-beruf.de: Welche Stationen hast du schon kennengelernt?
Florian: Ich war zum Beispiel auf der Säuglingsstation und habe mich dort um Babys gekümmert, die zwischen einem und 28 Tage alt waren. Auf einer anderen Station habe ich Kinder mit Magen-Darm-Erkrankungen gepflegt. Am besten hat es mir bisher in der Aufnahme der Kinderklinik gefallen. Dort hatte ich mit unterschiedlichen Krankheiten und Beschwerden zu tun: Ob es nun ein Kind ist, das sich einen Holzsplitter zugezogen hat, oder ein Kleinkind mit schlimmem Husten. Manchmal werden sogar Patienten mit dem Rettungswagen eingeliefert.
planet-beruf.de: Welche Stärken braucht man, um ein guter Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zu sein?
Florian: Man sollte verantwortungsbewusst sein und sorgfältig arbeiten. Denn wenn man Medikamente falsch dosiert, kann das schlimme Folgen haben. Außerdem sollte man Einfühlungsvermögen besitzen und kommunikativ sein, weil man viel mit Kindern und Eltern redet.

- Einige Medikamente muss Florian kühl lagern.
planet-beruf.de: Wie ist es, wenn man ständig mit kranken Kindern umgeht?
Florian: Das muss man in dem Beruf aushalten können. Manchmal finde ich das schon schlimm. Aber dann ist es umso schöner, wenn ein Kind wieder gesund wird. Das baut mich auf und ich weiß, dass ich den richtigen Beruf für mich ausgesucht habe.
planet-beruf.de: Wie fühlst du dich als Mann in einem Beruf, in dem sehr viele Frauen tätig sind?
Florian: Ich habe kein Problem damit. Als Mann bin ich manchmal sogar im Vorteil. Ab und zu lassen sich die kleinen Patienten von mir lieber betreuen als von meinen Kolleginnen. Auch mit den Vätern komme ich gut zurecht. Wir führen hin und wieder richtige 'Männergespräche'.
planet-beruf.de: Hast du ein Hobby neben dem Beruf?
Florian: Ich reise gerne in andere Städte und Länder. Außerdem bin ich ein Auto- und Mofa-Fan. Privat beschäftige ich mich häufig mit diesen Themen. Ich tausche mich darüber auch innerhalb meines Freundeskreises gerne aus.

- Florian bereitet die Arbeitsmittel für die nächste Untersuchung vor.

- Auf Kinderstationen wird - wie in allen Krankenhausabteilungen - für Unter-suchungen modernste Technik verwendet.
Arbeitsort Krankenhaus
Im Krankenhaus wird mit modernster Technik gearbeitet. Die Patientinnen und Patienten sind an Monitore angeschlossen, die ihre Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung im Blut messen. Bei ihrer Behandlung kommen z.B. Beatmungs-, Absaug- oder Inhalationsgeräte zum Einsatz. Sogar die Blutdruckmessgeräte und Thermometer funktionieren elektronisch - und die setzt du als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in täglich ein.













