Soziale Ausbildungsberufe: Sozialpädagogische/r Assistent/in / Kinderpfleger/in
Ein starkes Vorbild sein
Der 18-jährige Mario hat seinen Wunschberuf ergriffen: Er ist Kinderpfleger und betreut kleine Kinder in einem Kindergarten. Dabei ist er Vorbild und wichtiger Ansprechpartner für seine Schützlinge.

- Die Kinder am Morgen begrüßen - so beginnt der Tag im Kinderhort bzw. in der Kindertagesstätte.

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PrivatMario betreut als Kinderpfleger 3- bis 6-Jährige.
Marios eigenes Vorbild war ein Jugendleiter der Jugendgruppe, die er selber besucht hat. Er weckte in dem damals 15-Jährigen den Wunsch, auch mit Kindern zu arbeiten.
Durch Praktika während der Schulzeit festigte er dann diesen Berufswunsch: "Gerade die Arbeit mit Kindern in kleinen Gruppen hat mir richtig viel Spaß gemacht."
Mit dem qualifizierten Hauptschulabschluss in der Tasche begann Mario seine Ausbildung an einer Berufsfachschule für Kinderpflege in Fürth und lernte dort neben Pädagogik und Psychologie viel über Musik- und Bewegungserziehung, Säuglingspflege oder Hauswirtschaft.
Nach zwei Jahren machte er seinen Abschluss als staatlich geprüfter Kinderpfleger.
Hinweis:
In anderen Bundesländern kann die Ausbildung übrigens bis zu drei Jahre dauern. Auch die Abschlussbezeichnung lautet zum Teil unterschiedlich, etwa Staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/in oder Staatlich geprüfte/r bzw. anerkannte/r Sozialpädagogische/r Assistent/in.
Zwischen Turnhalle und Spielzimmer
Marios Alltag im Kindergarten ist geprägt von unterschiedlichen Aktionen mit den Kleinen: vom Mitspielen in der Turnhalle bis zum Malen mit Wasserfarben. "Die Vielfalt der Aufgaben ist sehr interessant, kann aber auch eine große Herausforderung sein", meint Mario. Er hat eine feste Gruppe von Kindern, um die er sich kümmert und die er recht genau kennt; dazu stoßen immer wieder andere Kinder, die zwischen den offenen Angeboten des Kindergartens wählen können.

- Für das gemeinsame Frühstück braucht man Teller und Besteck.

- Die Mittagspause ist um. Jetzt werden die Kinder aus den Betten geholt.
Eine ganz besondere Rolle
Als Mann spielt Mario in seiner Gruppe eine spezielle Rolle: "Gerade bei Kindern mit alleinerziehenden Müttern habe ich manchmal eine Art Vaterrolle. Sie kommen besonders gerne zu mir". Der Kinderpfleger findet es daher sehr wichtig, dass auch Männer in diesem Beruf arbeiten. Bisher ist er noch einer von wenigen und so horchen manche Menschen auf, wenn Mario seinen Beruf nennt. Aber schlechte Erfahrungen hat er noch nie gemacht und so kann er andere Jungen nur ermutigen, einen Beruf im sozialen Bereich zu ergreifen.
"Mehr Männer in Kitas"
So heißt ein Projekt, das Anfang 2011 gestartet wurde, um den Anteil von männlichen Erziehern in Kinderkrippen oder Kindergärten zu erhöhen. 16 Modellprojekte mit über 1.300 Kitas werben gezielt bei männlichen Jugendlichen für den Beruf Erzieher. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds.
Mehr Infos: www.koordination-maennerinkitas.de
Erzieher/in - So kann es für Kinderpfleger weitergehen
Als Sozialpädagogischer Assistent bzw. Kinderpfleger steht dir z.B. eine Weiterbildung zum Erzieher offen - so kannst du mehr Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel kannst du Erziehungspläne erstellen und verstärkt mit den Eltern zusammenarbeiten. Die Aus- bzw. Weiterbildung zum/zur Erzieher/in ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Informiere dich am besten bei deiner Berufsberatung vor Ort.
Weitere Infos über die Berufe findest in der Rubrik Berufe von A bis Z.
Welche Weiterbildungen noch infrage kommen, erfährst du auf www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Tätigkeit » Weiterbildung.














