Soziale Ausbildungsberufe: Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in
"Die Mischung aus Medizin und Technik begeistert mich"
Brüche sichtbar machen, Tumore bekämpfen und mit Radioaktivität umgehen - das alles gehört zu Christophers Aufgaben. Dazu bedient er technische Geräte und führt Patienten durch Untersuchungen. Sein Ausbildungsberuf: Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA).

-
MTRA-Schule MünsterDas Bestrahlungsfeld muss richtig eingestellt werden - eine Aufgabe für Christopher.
planet-beruf.de: Wie bist du auf deinen Beruf gekommen?
Christopher: Die Anatomie, also der Aufbau des Körpers, hat mich schon im Biologieunterricht fasziniert. Als ich hörte, dass das Universitätsklinikum in Münster die Ausbildung zum MTRA anbietet, habe ich beschlossen, mich zu bewerben.
planet-beruf.de: Wie sieht deine Ausbildung aus?
Christopher: Ich besuche drei Jahre lang die Schule für Medizinisch-technische Radiologieassistenten und -assistentinnen am Universitätsklinikum Münster. Dort habe ich theoretischen und praktischen Unterricht. Im Uniklinikum Münster und in radiologischen Praxen erhalte ich zudem eine praktische Ausbildung in Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie.
planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du als Radiologieassistent?
Christopher: Ich bediene verschiedene medizintechnische Geräte, die das Innenleben von Menschen sichtbar machen, z.B. Röntgengeräte, Computer- und Magnetresonanztomografen, Gammakameras sowie Linearbeschleuniger, die in der Krebstherapie eingesetzt werden. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen leite ich an Ärzte weiter.
Patienten durch Untersuchungen und Therapien führen und Termine mit ihnen abstimmen, gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben. Außerdem halte ich für die Abrechnung mit der Krankenkasse fest, welche Geräte und Dienstleistungen ich bei den Patienten angewandt habe.

-
MTRA-Schule MünsterMit Menschen und Maschinen umgehen - beides gehört zu Christophers Beruf.

-
MTRA-Schule MünsterChristopher bedient einen Linearbeschleuniger. Dieser wird in der Strahlentherapie eingesetzt.
planet-beruf.de: Einige der Menschen, mit denen du umgehst, sind sehr krank. Wie fühlst du dich dabei?
Christopher: Wenn ich die Krankenakte lese, bin ich im ersten Moment oft betroffen. Aber wenn ich die Patienten dann persönlich treffe und sie untersuche, ist mir immer klar, dass ich ihnen mit meiner Arbeit helfe. Sie können durch die Bestrahlung z.B. geheilt werden oder es geht ihnen zumindest besser. Deshalb fühle ich mich nie schlecht.
planet-beruf.de: Was begeistert dich an deinem Beruf?
Christopher: Mir gefällt, dass man viel mit den anderen Berufsgruppen im Krankenhaus zusammenarbeitet - mit Pflegepersonal, Ärzten, Physikern oder Technikern. Schön finde ich auch, dass in der Ausbildung Gerätetechnik und naturwissenschaftliche Fächer wie Strahlenphysik, Chemie oder Anatomie im Mittelpunkt stehen.
planet-beruf.de: Welche Aspekte deines Berufs empfindest du als Herausforderung?
Christopher: Die Mischung aus Medizin und Technik, also mit Menschen und Geräten gleichermaßen klarzukommen, ist für mich die Herausforderung überhaupt.
Technik oder Assistenz - so kann es für Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) weitergehen
Als MTRA arbeitest du täglich mit medizinischen Geräten. Wenn dich interessiert, wie sie funktionieren und wie man sie repariert, kannst du eine Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Medizintechnik absolvieren. Dann ist es deine Aufgabe, alle medizin- technischen Geräte in einem Krankenhaus einsatzbereit und in gutem Zustand zu halten. Wenn du weiterhin im Fachbereich arbeiten willst, kannst du durch Qualifizierungslehrgänge vom "einfachen" zum leitenden Assistenten aufsteigen.
Welche weiteren Möglichkeiten du hast, dich weiterzubilden, kannst du nachlesen im BERUFENET. Gib dort den Beruf ein und informiere dich in der Rubrik "Tätigkeit" unter dem Punkt "Weiterbildung".














