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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Vollausbildung mit technischen Arbeitshilfen

"Ich hatte nie Zweifel, dass ich die Ausbildung schaffe"

Viele Jugendliche mit Behinderung meistern problemlos eine berufliche Vollausbildung - so auch Alessa. Die 19-Jährige wird Technische Zeichnerin. Ein paar Arbeitshilfen erleichtern ihr den Ausbildungsalltag.

Zwei Computer stehen auf einem Schreibtisch, auf einem Bildschirm ist eine dreidimensionale Zeichnung zu sehen.
Viele Jugendliche mit Behinderung meistern problemlos eine berufliche Vollausbildung.

Es ist Montagvormittag in einem Konstruktionsbüro in Plettenberg (Nordrhein-Westfalen). Alessa sitzt vor ihrem PC und bearbeitet dreidimensionale Zeichnungen von Werkzeugen. Die angehende Technische Zeichnerin speichert ihre Änderungen. Dann steuert sie ihren Elektrorollstuhl zu einem Wandregal. Per Knopfdruck lässt Alessa den Rollstuhl nach oben fahren, so dass sie fast aufrecht darin steht. Jetzt erreicht sie leicht einen Ordner aus dem oberen Regalfach und nimmt ihn heraus.

Zurück an ihrem Arbeitsplatz schlägt sie den Ordner auf und vergleicht die Unterlagen darin mit der Zeichnung auf dem Computerbildschirm.

Ausbildung im Wunschberuf

Seit ihrem 13. Lebensjahr sitzt Alessa im Rollstuhl. "Ich habe Muskeldystrophie", erklärt sie. Für eine Berufsausbildung sah die 19-Jährige in ihrer Erkrankung aber kein Hindernis: "Technische Zeichnerin war mein Wunschberuf", sagt sie. "Ich hatte nie Zweifel, dass ich einen Ausbildungsplatz finde und die Ausbildung schaffe."

Selbstbewusst bewarb sie sich für ihren Wunschberuf - und hatte bald Erfolg. "Zwei Wochen nach meiner Bewerbung hat mich mein heutiger Ausbildungsbetrieb zum Vorstellungsgespräch eingeladen", sagt sie. "Kurz darauf hatte ich meinen Ausbildungsvertrag."

Vor dem Eingang einer Firma sieht man einen Behindertenparkplatz und eine Rampe.
Oft sind Umbauten nötig, damit Gebäude z.B. rollstuhlgerecht ausgestattet sind.

Technische Arbeitshilfen für die Ausbildung

Bevor Alessa ihre Ausbildung antreten konnte, waren einige Umbauten nötig. Denn die DURA Automotive Plettenberg Werkzeugbau und Werkserhaltung GmbH war bis dahin nicht rollstuhlgerecht ausgestattet. "Das Gebäude wurde so eingerichtet, dass ich ohne Schwierigkeiten mit dem Rollstuhl in mein Büro oder auf die Toilette komme", erklärt die Auszubildende. "An Treppen gibt es jetzt Rollstuhllifte und mein Schreibtisch ist höhenverstellbar."

Den elektrischen Rollstuhl hat Alessa gemeinsam mit dem Betrieb ausgesucht. "Weil er höhenverstellbar ist, kann ich Sachen vom Boden aufheben oder komme an hohe Regale heran", erklärt sie. An der Berufsschule wurden ähnliche technische Hilfen angebracht, damit die 19-Jährige ihre Ausbildung problemlos absolvieren kann.

Die Kosten für die Umbauten und die technischen Hilfen übernahmen die Agentur für Arbeit, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die örtliche Fürsorgestelle in Nordrhein-Westfalen und Alessas Krankenkasse.

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Stand: 04.08.2010
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