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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Weiterbildung im Pflegebereich

Nach der Ausbildung geht es weiter

Andreas ist ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung arbeitet er heute als stellvertretender Pflegedienstleiter im familieneigenen Pflegedienst und führt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein Gesundheits- und Krankenpfleger sitzt an einem Schreibtisch und gibt über die Tastatur Daten in einen PC ein.
Pflege und Verwaltungsaufgaben: Pflegedienstleiter/innen arbeiten häufig am Computer.

Im Jahr 2002 schloss Andreas seine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ab. Zu diesem Beruf kam er über seine Mutter. Auch sie ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat einen eigenen ambulanten Pflegedienst gegründet. Zu der Zeit, als Andreas und seine Mutter ihre Ausbildung absolvierten, hieß der Beruf noch Krankenpfleger/Krankenschwester.

"Ich bin als Jugendlicher ein paar Mal mitgefahren, wenn meine Mutter Patienten besucht hat, und konnte mir danach gut vorstellen, in dem Beruf zu arbeiten", erinnert sich Andreas. Nach seinem mittleren Bildungsabschluss und dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr begann er die Ausbildung. "Es war stressig, aber es hat Spaß gemacht.
Die Arbeit mit Menschen hat mir sehr gefallen", sagt er rückblickend.

Auf den Berufseinstieg folgte die Weiterbildung

Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss arbeitete er im familieneigenen Pflegedienst mit. "Ich bin zu Patienten nach Hause gefahren, habe sie gewaschen, medikamentös versorgt und ihre Verbände gewechselt." Doch Andreas hatte den Wunsch, sich weiterzubilden, um eines Tages den Pflegedienst seiner Mutter übernehmen zu können.

So absolvierte er zwei Jahre nach seinem Berufseinstieg die berufsbegleitende Weiterbildung zum Pflegedienstleiter. "Dabei habe ich eine ganz andere Seite des Berufs kennengelernt", sagt Andreas. "Es ging weniger um Patienten als um die Organisation eines Pflegebetriebs." Innerhalb eines Jahres lernte er, Vorstellungsgespräche mit Bewerberinnen und Bewerbern zu führen und Mitarbeiter/innen anzuleiten. Er übte sich in Buchführung, erstellte Abrechnungen für Krankenkassen und lernte die rechtlichen Grundlagen kennen, die für die Leitung eines Betriebs notwendig sind.

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Ein Gesundheits- und Krankenpfleger und eine Gesundheits- und Krankenpflegerin schauen sich zusammen Krankenakten an.
Als Pflegedienstleiter führst du Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ein Gesundheits- und Krankenpfleger gibt einem alten Mann eine Insulinspritze in den Bauch.
Auch nach einer Weiterbildung in der Pflege hast du oft noch Kontakt zu Patienten.

Mitarbeiter/innen führen und Kunden betreuen

Ein Gesundheits- und Krankenpfleger misst bei einer älteren Dame den Blutdruck.
Blutdruck messen gehört zu den Standardaufgaben in der Pflege.

Inzwischen ist Andreas stellvertretender Pflegedienstleiter im Pflegedienst seiner Mutter. Einen großen Teil seiner Arbeitszeit verbringt er im Büro mit verwaltenden Tätigkeiten. Er erstellt Dienstpläne für seine acht festangestellten Mitarbeiter/innen, hält den Kontakt zu Krankenkassen, Ärzten und Angehörigen oder kümmert sich um die Abrechnung der Pflegedienstleistungen.

Die Nähe zu seinen Patienten will er dabei nicht aufgeben: "Ich fahre selbst jedes zweite Wochenende zu ihnen und betreue sie genau so wie früher", erklärt er. Das soll auch so bleiben, wenn er den Betrieb im Laufe der nächsten zwei Jahre übernimmt.

Seine Zukunftsaussichten und die seiner Kolleginnen und Kollegen in der Gesundheits- und Krankenpflege hält Andreas für gut. "Mit einer solchen  Ausbildung hat man viele Arbeits- und Aufstiegsmöglichkeiten, egal ob man in einem Krankenhaus, in der Altenpflege oder bei einem Pflegedienst arbeitet", sagt er.

Weiterbildung im Pflegebereich

Wer in pflegerischen Berufen wie Andreas beruflich aufsteigen und mehr verdienen möchte, dem stehen viele Wege offen. Weiterbilden kann man sich etwa zum/zur Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen oder zum/zur Fachkrankenpfleger/in für Hygiene. Unter bestimmten Voraussetzungen können Berufstätige im sozialen Bereich auch ein Studium an einer Hochschule beginnen. Der Berufsberater oder die Berufsberaterin deiner Agentur für Arbeit kann dir mehr über diese Möglichkeit sagen.

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Stand: 16.02.2011
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