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Veröffentlicht am
28.09.2011
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Zwischen Schule und Ausbildung

Chance durch Unterstützung

Kein Ausbildungsplatz - und was nun? Befindet sich Ihr Kind in einer solchen Situation oder ist der Übergang von der Schule in die Ausbildung gefährdet? Bianca Wagner vom "Regionalen Übergangsmanagement Leipzig" berichtet über verschiedene Angebote, die Ihr Kind nutzen kann.

Ein Mann und ein Jugendlicher betrachten ein Teil aus dem Sortiment eines Fahrradladens.
Praktika in Unternehmen sind eine Alternative in der Zeit zwischen Schule und Ausbildung.
Über einer Firmeneinfahrt steht groß Praktikumsplatz frei.
Ein Praktikum kann durchaus der erste Schritt zu einer Ausbildung sein.

planet-beruf.de: Wie können Eltern dafür sorgen, dass der Übergang klappt?

Bianca Wagner: Beobachten Sie die schulischen Leistungen und die Freizeitaktivitäten Ihres Kindes genau. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind frühzeitig in dem gesamten Prozess begleiten. Man kann sich schon im Grundschulalter spielerisch mit dem Thema "Berufe" auseinander setzen. Ab der 7. und 8. Klasse sollten Sie die Berufsorientierung Ihres  Kindes aktiv unterstützen, indem Sie z.B. gemeinsam ins Berufs-Informations-Zentrum (BiZ) gehen, die Berufsberatung und Berufsmessen besuchen. Sie haben auf die Berufswahl oder Berufsorientierung einen wesentlichen Einfluss.

planet-beruf.de: Und welche Hilfsangebote gibt es für Jugendliche, wenn der reibungslose Übergang von der Schule in die Ausbildung gefährdet ist?

Bianca Wagner: Die Angebote für Jugendliche in dieser Situation sind vielfältig. Dazu gehören z.B. die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB), das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zur Erlangung oder Verbesserung der Ausbildungsreife der Jugendlichen.

planet-beruf.de: Welche Ziele hat das "Regionale Übergangsmanagement Leipzig" als Bestandteil des Bundesprogramms "Perspektive Berufsabschluss"?

Bianca Wagner: Es geht darum, sich dem Thema Übergang Schule - Beruf zu stellen und durch Zusammenarbeit aller Akteure und Partner effektiv etwas zu erreichen. Da es eine Vielzahl von Maßnahmen gibt, versuchen wir, Strukturen zu entwickeln und Angebote zu bündeln. Dazu gehört z.B. eine Datenbank, in der alle wichtigen Angebote aufgeführt sind, welche es in unserer Region gibt.

planet-beruf.de: Welche Vorteile bieten Übergangsangebote?

Bianca Wagner: Die Jugendlichen können sich, je nach Stärken und Interessen, selbst orientieren und Ideen für ihre berufliche Zukunft entwickeln. Eine Möglichkeit ist z.B. die Einstiegsqualifizierung (EQ). Dabei handelt es sich um ein Langzeitpraktikum in einem Unternehmen, welches in einer Ausbildung münden kann. Schülerinnen und Schüler, die keinen Schulabschluss erreicht haben, können mit Angeboten, wie dem BVJ, z.B. den Hauptschulabschluss nachholen.

planet-beruf.de:  Gibt es auch Risiken?

Bianca Wagner: Es ist ganz wichtig, dass sich die Jugendlichen in dem Angebot wohlfühlen und sich dieses an den persönlichen Voraussetzungen der Mädchen und Jungen orientiert. Es besteht manchmal die Gefahr, dass sie länger als eigentlich gewünscht in solchen Projekten bleiben und den Anschluss nicht finden. Schwänzen die Teilnehmer die Maßnahme oder die Schule, sollte man eventuell ein anderes Angebot in Zusammenarbeit mit der zuständigen Agentur für Arbeit finden.

Bildung ist Ländersache

Bildungspolitik ist in Deutschland die Sache der Länder. Deshalb gibt es nicht jedes berufsvorbereitende Angebot in jedem Bundesland. Die verschiedenen Angebote in den Ländern sind oft namentlich unterschiedlich, inhaltlich jedoch ähnlich.

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Stand: 19.10.2011
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