Bericht: Karrieremöglichkeiten in naturwissenschaftlichen Berufen

Neue Perspektiven eröffnen

Mehr Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, neue Aufgaben, höheres Einkommen und mehr Verantwortung - es gibt viele Gründe, die für eine berufliche Weiterbildung sprechen. Wir stellen Ihnen einige Möglichkeiten zum Berufsaufstieg vor.

Das Foto zeigt ein Plakat über Karrieremöglichkeiten.
Die berufliche Weiterbildung ist sehr wichtig. Naturwissenschaftliche Berufe ermöglichen den beruflichen Aufstieg.

Im Zeitalter der Digitalisierung und vielfältigen Veränderungen in Branchen, Betrieben und Berufen spielt die berufliche Weiterbildung beim Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit des/der Einzelnen eine zentrale Rolle. Die entsprechenden Bildungsangebote, zum Beispiel zum/zur Techniker/in oder Industriemeister/in, führen zu einem anerkannten höheren Abschluss, vermitteln weiterführendes Fachwissen und in der Regel auch kaufmännische Kenntnisse. Damit eröffnen sie Wege zum weiteren beruflichen Aufstieg und zur Übernahme von verantwortlichen Fach- und Führungsaufgaben.

Die naturwissenschaftlichen Berufe, zum Beispiel Chemikant/in, Werkstoffprüfer/in, Textillaborant/in oder Baustoffprüfer/in, bieten zahlreiche Möglichkeiten, beruflich voranzukommen.

Aufsteigen als Techniker/in

Eine junge Frau arbeitet in einem Labor.
Ihr Kind kann sich entweder in Teilzeit oder in Vollzeit weiterbilden. Es existieren zahlreiche Fördermöglichkeiten.

In der Regel setzt eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine einschlägige, meist mehrjährige Berufserfahrung voraus. Einen entsprechenden Lehrgang an einer Fachschule schließt man mit einer Prüfung vor der zuständigen Kammer ab. Die Dauer der Kurse kann variieren, beispielsweise je nachdem, ob sie in Voll- oder Teilzeit absolviert werden. Dann können sie z.B. zwei bzw. vier Jahre dauern. Entscheidet man sich für eine Weiterbildung in Teilzeit, arbeitet man in seinem Beruf und bildet sich nebenher weiter. Das ist allerdings oft eine Herausforderung.

Die Kosten können sich je nach Region oder Bildungsträger unterscheiden. Wer sich für eine Vollzeitweiterbildung entscheidet, verdient in dieser Zeit natürlich nichts. Es gibt jedoch Fördermöglichkeiten, insbesondere das Aufstiegs-BAföG (AFBG), das Weiterbildungsstipendium und das Aufstiegsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) oder z.B. auch die Bildungsgutscheine der Agenturen für Arbeit bzw. Jobcenter.

Als Baustoffprüfer/in bietet sich beispielsweise eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Werkstofftechnik oder Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik an, für Chemikantinnen und Chemikanten die Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Chemietechnik.

Aufsteigen als Industriemeister/in

Eine Lehrerin erklärt zwei jungen Männern eine Aufgabe.
Ein höherer Berufsabschluss ermöglicht das Studium an einer Hochschule.

Auch hier werden Vorbereitungslehrgänge von einer Vielzahl von Lehrgangsanbietern mit unterschiedlicher Dauer angeboten. Sie zielen alle auf die Vorbereitung zur IHK-Prüfung zum/zur Industriemeister/in ab. Die Lehrgänge finden häufig berufsbegleitend statt. Für Textillaboranten und -laborantinnen bietet die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Textilwirtschaft bzw. für Werkstoffprüfer/in der Fachrichtung Kunststofftechnik die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk eine gute Möglichkeit, beruflich voranzukommen.

Aufsteigen durch ein Studium

Mit dem Abschluss als Industriemeister/in bzw. Techniker/in erwirbt man gleichzeitig die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit hat man die gleichen Zugangsvoraussetzungen zum Studium wie mit dem in der Schule erworbenen Abitur.   

Unabhängig davon, für welche Art der beruflichen Weiterbildung man sich entscheidet: Es lohnt sich immer. Studien zeigen, dass Meister/innen und Techniker/innen in Deutschland ein um über 30 Prozent höheres Einkommen als Absolventen und Absolventinnen einer Berufsausbildung erreichen. Dazu kommt - nach einem erfolgreichen Weiterbildungsabschluss - die persönliche Bestätigung etwas erreicht zu haben.