Bericht: Was sagen Hobbys im Lebenslauf aus?

Eine persönliche Note im Lebenslauf

Jugendliche haben oft eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten. Einige davon können ihnen helfen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Sie sollten deshalb im Lebenslauf erwähnt werden.

Ein Mann sitzt am Klavier und spielt.
Ein Musikinstrument zu spielen erfordert Kreativität und Durchhaltevermögen. Dieses Hobby sollte im Lebenslauf erwähnt werden.

Der Lebenslauf gibt einen Überblick über die Stärken, bisherigen Erfahrungen und die schulische Ausbildung. Ein/e Personaler/in kann sich darüber hinaus ein Bild machen, welche Interessen und zusätzlichen Qualifikationen der/die Bewerber/in mitbringt.

Hobbys werden am Ende des Lebenslaufs aufgezählt. Sie schließen sich an den Punkt "Persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen" an.

Das sagen Hobbys im Lebenslauf aus

Eine junge Frau sitzt in einem Sitzsack und liest.
Lesen ist keine aktive Beschäftigung und muss daher nicht in den Lebenslauf.

Bei der Bewerbung kommt es nicht nur auf die richtige Formulierung im Anschreiben und eine einheitliche Form an. Jugendliche sollten sich im Vorfeld auch überlegen, welche persönlichen Stärken und Interessen sie angeben. Im Lebenslauf sind zwei bis vier Angaben ausreichend.

Hobbys scheinen auf den ersten Blick nicht relevant für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Tatsächlich sagen sie aber etwas über die Persönlichkeit aus und zeigen, ob der/die Bewerber/in gut zum Ausbildungsberuf und zum Unternehmen passt. Ausbilder/innen erfahren so etwas über persönliche Stärken und Interessen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur seine Schulbildung und praktischen Kenntnisse einzubringen, sondern auch etwas über die persönlichen Kompetenzen und Hobbys aufzuführen.

Diese Freizeitaktivitäten besser weglassen

Natürlich sollten nicht alle Dinge, die man in seiner Freizeit macht, erwähnt werden. Angaben wie "gerne schreiben" oder "Musik hören" sind zu allgemein und sagen nichts über die Persönlichkeit aus. Sie können daher weggelassen werden. Wenn man aber beispielsweise über einen längeren Zeitraum ein Instrument spielt oder für die Schülerzeitung schreibt, spricht das für Kreativität, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen.

Aussagen, dass man z.B. gerne ins Kino geht oder Freunde trifft, sollte man in einer Bewerbung nicht angeben. Sie haben keinen beruflichen Kontext und sind daher für ein Unternehmen unwichtig. Auch Hobbys, die eine Verletzungsgefahr beinhalten wie beispielsweise Bergsteigen oder Fallschirmspringen, sind besser nicht aufzuzählen.

Manche Freizeitbeschäftigungen können sogar negativ ausgelegt werden. Die Hobbys "Filme und Serien schauen" oder "Computer spielen" lässt darauf schließen, dass sich der- oder diejenige am liebsten zurückzieht und passiv ist. Außerdem wirken auch diese Angaben eher überflüssig und langweilig.
Hier ist aber wieder wichtig, ob man selbst aktiv ist. Wenn man selbst etwas programmiert und eigene Videos produziert, sind das aktive Freizeitbeschäftigungen und gehören auf jeden Fall in den Lebenslauf.

Das macht Eindruck

Ein Bein kickt einen Fußball.
Fußball in einem Verein zu spielen zeigt Teamfähigkeit - eine wichtige Stärke für die Ausbildung.

Grundsätzlich gilt: Die angegebenen Hobbys sollten auf irgendeine Art und Weise mit dem Ausbildungsberuf in Zusammenhang stehen und etwas über die persönlichen Kompetenzen aussagen. Wenn man sich z.B. für einen Handwerksberuf bewirbt, ist es ein Vorteil, wenn man sich auch in seiner Freizeit gerne mit praktischen Dingen beschäftigt. Hobbys, wie zum Beispiel Zeichnen oder Kochen, weisen darauf hin, dass jemand kreativ ist und gerne mit den Händen arbeitet.

Häufig sind Jugendliche Mitglieder in einem Sportverein. Fußball, Handball oder Basketball sind Mannschaftssportarten und zeigen, dass der/die Bewerber/in teamfähig ist. Außerdem lässt es auf Kommunikationsbereitschaft und Zuverlässigkeit schließen.

Freiwilliges Engagement sollte ebenfalls unbedingt im Lebenslauf erwähnt werden. Wenn ein/e Schüler/in ehrenamtlich in einem Tierheim arbeitet oder bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, zeigt er/sie sozialen Einsatz und Verantwortungsbewusstsein. Das macht auf Personalverantwortliche einen guten Eindruck.

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Stand: 24.07.2019