Weiterbildung als Straßenbauermeister/in

Das bringt eine Weiterbildung im Baugewerbe

Dennis hat gerade seine Prüfung als Straßenbauermeister geschafft. Jetzt sieht er den Bau von Plätzen, Bürgersteigen und Radwegen mit anderen Augen. Unterschiedliche Interessen und gesetzliche Vorgaben: All das muss er beim Planen miteinander in Einklang bringen.

Der Interviewpartner Dennis.
Privat
Als Straßenbauermeister plant, steuert und überwacht Dennis die Arbeitsprozesse im Bereich des Straßen- und Tiefbaus.

Fünf Jahre hat der gelernte Straßenbauer Dennis bei der L.T.G. Leitungs- und Tiefbau GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Neuss Berufserfahrungen gesammelt, bevor er die Meisterschule über die Handwerkskammer Düsseldorf begann.

planet-beruf.de: Warum hast du deinen Meister gemacht?

Dennis: Mit diesem Abschluss nimmt die körperliche Arbeit ab. Dafür arbeite ich mehr am Schreibtisch, z.B. bei der Arbeitsvorbereitung oder bei Abrechnungen. Außerdem bekomme ich sehr viele Vorschriften vermittelt, die ich bei meinen Planungen berücksichtigen muss. Als Straßenbauermeister trage ich auch bald mehr Verantwortung, weil ich die Arbeiten auf der Baustelle kontrolliere und abnehme. Mit dem Meistertitel ist auch ein höheres Gehalt möglich.

planet-beruf.de: Wie sehen die Planungen konkret aus?

Dennis: Im Bereich Tief- und Rohrleitungsbau führen wir z.B. den Austausch alter Leitungen aus, entstören diese und schachten auch Gruben und Gräben dafür aus. Im Straßenbau gilt es ganz viele unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen. Die Leute wünschen sich beispielsweise grüne Flächen zur Erholung in der Stadt sowie Fahrradwege und breite Bürgersteige. Gleichzeitig braucht der Cafébesitzer ausreichenden Platz, um seine Tische und Stühle aufstellen zu können. All diese Aspekte bei der Gestaltung zu vereinen, finde ich sehr spannend. Es zeigt: Mit dem Bau allein ist es nicht getan!

planet-beruf.de: Welche Stärken sollten Jugendliche für deinen Beruf mitbringen?

Dennis: Wer sich für den Beruf Straßenbauer/in interessiert, sollte in Mathematik gut sein, Interesse an der Arbeit draußen mitbringen und kontaktfreudig sein, denn mit den Kolleginnen und Kollegen arbeiten wir viel im Team. Außerdem ist technisches Verständnis beim Maschineneinsatz erforderlich.

planet-beruf.de: Was hat sich durch die Digitalisierung weiterentwickelt?

Dennis: Derzeit testen wir, unseren Stundenzettel nicht mehr auf Papier auszufüllen, sondern per App am Handy zu bearbeiten. Zudem haben wir in der Niederlassung Wuppertal einen Laptop, mit dem wir von überall aus auf wichtige Unterlagen wie z.B. Bilder, Bestandspläne oder Durchführungspläne zugreifen und sie auch ausdrucken können.

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Stand: 07.11.2018
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