Die Assistierte Ausbildung

Weil nicht immer alles nach Plan läuft

Die "Assistierte Ausbildung (AsA)" ist ein Angebot, das Jugendlichen unter die Arme greift, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu einer Ausbildung gefunden haben. Wir erklären dir, was genau dahinter steckt.

Ein Sozialpädagoge erklärt eine Auszubildenden etwas mit Hilfe eines Zettels

Bei der "Assistierten Ausbildung" absolvierst du eine normale, betriebliche Ausbildung. Es gibt allerdings einen Bildungsanbieter, der von der Bundesagentur für Arbeit beauftragt ist, und der als Vermittler zwischen dir und dem Ausbildungsbetrieb auftritt.

Unterstützung für beide Seiten

Ein Beispiel hierfür ist das "Projekt Carpo" in Baden Württemberg. Wenn du also die "Assistierte Ausbildung" absolvierst, hast du jemanden an deiner Seite, der dir bei allen möglichen Problemen hilft. Das kann z.B. bei der Wohnungssuche, bei Sprachschwierigkeiten oder bei familiären Problemen sein. So kannst du dich besser auf die Arbeit im Betrieb und auf die Berufsschule konzentrieren. Aber auch die Betriebe erhalten Unterstützung und werden z.B. vom jeweiligen Bildungsträger beraten. Oft bekommst du bereits Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche. Du kannst aber auch erst nachdem du die Ausbildung begonnen hast, mit der Assistierten Ausbildung anfangen.

Kerstin ist jetzt, auch dank AsA, Gärtnerin für Garten- und Landschaftsbau

"Ich hatte schon mal mit der Ausbildung begonnen, sie dann aber wegen privater Probleme abgebrochen. Danach habe ich längere Zeit in der Gastronomie gejobbt. Ich denke aber, dass es heutzutage wichtig ist, einen Ausbildungsabschluss zu haben. Also habe ich einen zweiten Anlauf gestartet. Außerdem ist Gärtnerin für Garten- und Landschaftsbau mein Traumberuf.

Für jede Sorge ein offenes Ohr

Ich bin erst zur Agentur für Arbeit gegangen. Dort wurde ich dann an das 'Projekt Carpo' vermittelt. Hier erhielt ich Adressen von freien Ausbildungsstellen, auf die ich mich beworben habe. Ich habe relativ schnell drei Zusagen bekommen.
Während der Ausbildung konnte ich einfach mit jeder Sorge zu meiner Betreuerin von der Diakonie gehen und bekam immer Hilfe. Wenn ich z.B. Post von einem Amt bekam, hat sie mir beim schwerverständlichen Amtsdeutsch geholfen. In der Berufsschule hatte ich zum Glück keine Probleme, aber wenn das so gewesen wäre, hätte es dort auch Lernwerkstätten gegeben."

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Stand: 27.10.2016