Reportage: Diese Hilfsmittel erleichtern mir die Arbeit

Gekonnt geholzt

Sein Vater ist Forstwirt, sein Großvater war Forstwirtschaftsmeister: Moritz, angehender Forstwirt, ist der Familientradition treu geblieben. Die Hilfsmittel, die ihm heute zur Verfügung stehen, hätte sein Opa sicher auch geschätzt.

Junger Forstwirt beim Sägen
BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR
Die Arbeit mit der Motorsäge ist nicht immer leicht. Aber ohne sein wichtigstes Hilfsmittel wäre Moritz "arm dran".

Es ist Winter geworden am Ochsenkopf, dem zweithöchsten Berg des Fichtelgebirges im Nordosten Bayerns. Hier, beim Forstbetrieb Fichtelberg, macht Moritz seine Ausbildung. "Winterzeit ist Erntezeit", erklärt der 19-Jährige und führt aus: "Jetzt wird traditionell der Einschlag des wertvollen Holzes gemacht. Im Winter kann man die Kronen der Bäume besser sehen. Dort liegt meist viel Totholz, das beim Fällen herunterfallen und jemanden verletzen kann. Im Winter haben wir auch keine Schädlingsprobleme. Außerdem erleichtert der gefrorene Boden den Abtransport des Holzes."

Motorsäge statt Axt

An seinem Beruf schätzt Moritz besonders die Arbeit in der Natur: "Wenn ich die Motorsäge ausschalte, kann ich den Wald und die tolle Weitsicht da oben genießen". Womit auch schon sein wichtigstes Arbeitsmittel genannt wäre: die Motorsäge. Während die Waldarbeiter früher mit der Axt arbeiten mussten, kann Moritz heute von den Vorteilen der Technik profitieren: "Man kann mit der Motorsäge viel schneller und einfacher arbeiten." Bei der Holzernte braucht er sie zum Fällen der Bäume und zum Entasten. "Die Arbeit ist aber immer noch nicht leicht", gibt Moritz zu und erklärt: "So eine Motorsäge wiegt fast 7 kg und man trägt sie den ganzen Tag mit sich herum. Aber ohne sie wäre ich arm dran - und sie erspart mir das Fitness-Studio." Im Motorsägenkurs üben die Auszubildenden nicht nur die richtige Handhabung des Werkzeugs, sondern auch, wie sie sich vor Unfällen schützen und körperschonend arbeiten. Nicht zuletzt schützt auch die spezielle Schutzkleidung vor Verletzungen.

Junger Forstwirt beim Fällen eines Baumes mit der Säge.
BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR
Ein Harvester kann vieles - trotzdem muss Moritz der Maschine manchmal zuarbeiten.

Technik ersetzt Mensch und Tier

Nicht nur bei der Holzernte, sondern auch beim Abtransport des Holzes stehen ihm technisch versierte Helfer zur Verfügung. "Früher hat man das geschnittene Holz mit Pferdewagen abtransportiert. Heute haben wir dafür moderne Lkw, Traktoren oder Holzlader. Holzrückefahrzeuge helfen mir dabei, die Baumstämme wegzuziehen und sie an der Waldstraße richtig abzulegen", führt Moritz aus.
Und dann gibt es noch Harvester. Das sind Holzerntemaschinen, die Bäume maschinell abernten können. " Ein Harvester kann an einem Tag so viel ernten, wie ein Forstwirt in einer Woche", erklärt Moritz ehrfurchtsvoll. Den Menschen ersetzen wird die Maschine trotzdem noch nicht. "Zum Glück kann auch eine so tolle Maschine nicht alles", erläutert Moritz: "Ein Harvester kann nicht alle Bäume im Wald erreichen. Ich muss der Maschine zuarbeiten und die Bäume, an die sie nicht herankommt, absägen." Und das ist Handarbeit, die bereits sein Opa ausgeführt hat.

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Stand: 10.02.2016
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