Querbeet im sozialen Bereich 2019

Querbeet im sozialen Bereich

Um Menschen helfen zu können, muss man sie verstehen. Moderne Technologien eröffnen dir ganz neue Perspektiven auf Gesundheits- und Sozialthemen.

Zwei Jugendliche unterhalten sich über einen Tresen hinweg.

Neues Hörerlebnis

Das modernste Hörgerät auf dem Markt hat die Größe einer Kaffeebohne und ist mit Bluetooth ausgestattet. Es kann Sprache von anderen Geräuschen unterscheiden und automatisch verstärken. Gleichzeitig blendet es Hintergrundlärm aus, sodass Hörgeschädigte selbst in lauter Umgebung ihre Mitmenschen deutlich verstehen. Hörakustiker/innen können die Geräte über eine Software aus der Ferne einstellen.

Wie erleben Blinde den Alltag?

Diese Frage kannst du dir selbst in der Ausstellung "Dialog im Dunkeln" beantworten. Du erlebst verschiedene nachgestellte Alltagssituationen, überquerst beispielsweise eine Straße oder gehst zum Einkaufen. Dabei ist deine Umgebung in absolute Dunkelheit getaucht, sodass du dich auf deine übrigen Sinne und den Blindenstock verlassen musst. So kannst du dich in deine blinden Mitmenschen hineinversetzen. Durch die Ausstellungen führen dich Blinde und Sehbehinderte. Das Projekt gibt es weltweit inzwischen in 41 Ländern, in Deutschland aktuell in Hamburg. Mehr Infos unter:

www.dialog-in-hamburg.de

Mit 36 Fragen zur Freundschaft

In den 1990er-Jahren führte der US-Psychologe Arthur Aron ein Experiment durch, mit dem er erforschen wollte, wie schnell fremde Menschen emotionale Nähe zueinander aufbauen können. Die Probanden sollten sich gegenseitig 36 Fragen stellen, um einander kennenzulernen. Der Fragenkatalog beinhaltete banale Fragen (z.B. "Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?") und sehr persönliche (z.B. "Was ist deine schlimmste Erinnerung?"). Das überraschende Ergebnis: Die Teilnehmer fühlten sich danach nicht nur einander verbunden, mehrere verliebten sich sogar ineinander. Bei einem Pärchen folgte kurz darauf die Hochzeit.

Außenbereich des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden
DHMD
In Dresden steht das Deutsche Hygiene-Museum (DHMD).

Kennst du schon …

… das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden? Dort kannst du dich zum Beispiel über den menschlichen Körper, seine Bewegungsabläufe, die Funktion des Gehirns oder über Ernährung informieren. An verschiedenen interaktiven Stationen gehst du selbst auf Erkundungstour und sammelst hautnah Erfahrungen. Mehr erfährst du unter:

www.dhmd.de

Blindenhunde und Lesehunde

Blindenhunde helfen Menschen, die nicht sehen können, durch den Alltag. Und Lesehunde helfen tatsächlich beim Lesenlernen! Sie nehmen natürlich keine Bücher in die Pfoten, aber sie werden beim "hundegestützten Lesetraining" für Kinder eingesetzt. Der Kontakt mit dem Tier reduziert Angst oder Stress und sorgt außerdem für gute Laune. Die positive Energie der Hunde kann sich auf das Lesen übertragen.

Ab in den virtuellen OP!

Virtual-Reality-Technologien ermöglichen es, in eine künstlich erschaffene Welt einzutauchen, indem sie eine lebensechte Erfahrung simulieren. Deshalb sind sie vor allem im Videospielbereich sehr beliebt. Sie kommen aber auch im Gesundheitswesen zum Einsatz. Man kann so zum Beispiel chirurgische Eingriffe in einer virtuellen Operation üben, Ängste in einer geschützten Umgebung therapieren oder sich in die Sichtweise eines Pflegepatienten hineinversetzen.

Illustration eines Lamas

Tierische Coaches

Pferde und Hunde kommen schon lange in der Therapie zum Einsatz. Sie unterstützen die Behandlung von Ängsten sowie anderen psychischen und physischen Krankheiten beim Menschen. Neuerdings gibt es auch Therapieangebote mit Lamas und Alpakas. Die Patientinnen und Patienten lernen im Umgang mit den Tieren zum Beispiel, Verantwortung zu übernehmen, und bauen eine persönliche Bindung zu ihnen auf.

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Stand: 30.01.2019
Berufe Entdecker
BWT

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